Der Trend, eine «eigene» Geschichte zu schrei- ben, hat in den letzten Jahren auch vor den Schulen nicht Halt gemacht. Diese haben Anhaltspunkte ge- geben, wie Schulgeschichten geschrieben werden können.8 Zu den Kongregationen und Orden der Schweiz ist mit der Helvetia Sacra ein ausführliches Werk entstanden, das einen ersten Überblick geben kann.9 Zusätzlich habe ich mich in das Leben und Wirken der Frauenkongregationen eingelesen.10 Für den vorliegenden Beitrag hat vor allem Lite- ratur zu den Bereichen katholisches Erziehungswe- sen, zur Mädchenbildung und zum von der katholi- schen Kirche bzw. katholischen Kreisen propagier- ten Frauenbild eine wichtige Rolle gespielt. Zum ka- tholischen Erziehungswesen konnten mir Aufsätze von Patrick Braun und Bruno Santini-Amgarten weiterhelfen.11 Mit Karl Erlinghagen habe ich zu- dem einen katholischen Erziehungstheoretiker ge- funden, der unter anderem die Erziehungsenzyklika «Casti connubii» von Papst Pius XL analysiert hat.12 Die Geschichte der Mädchenbildung ist mittlerweile sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland und Österreich ausführlich dokumentiert.13 Um einen Eindruck vom katholischen Frauenbild zu bekom- men, haben einige Lizentiatsarbeiten, die in den letzten Jahren an der Universität Freiburg entstan- den sind, geholfen.14 Allgemein zum Thema Katholi- zismus waren die an der Universität Freiburg ent- standenen Forschungsarbeiten, Dissertationen und Lizentiatsarbeiten und einige Beiträge, die in der Schweizerischen Zeitschrift für Religions- und Kul- turgeschichte (ehemals Zeitschrift für Schweizeri- sche Kirchengeschichte) erschienen sind, sehr auf- schlussreich.15 Was die Quellen betrifft, waren in erster Linie die im Liechtensteinischen Landesarchiv vorhandenen Akten wichtig. Es handelt sich dabei um Akten, die bei jeder Kontaktnahme der Schwestern mit der Re- gierung und anderen staatlichen Behörden oder umgekehrt entstanden sind. Trotz der Tatsache, dass die Schwestern das Schularchiv des Instituts St. Elisabeth bei der Abgabe der Trägerschaft ver- nichtet haben, konnten durch das Vorhandensein dieses ausführlichen Aktenmaterials im Liechten- steinischen Landesarchiv die Forschungen wie ge-plant 
durchgeführt werden.16 Dabei gilt es zu be- merken, dass eine Durchsicht der nicht mehr exis- tierenden Quellen im Schularchiv des Instituts si- cher von grösstem Wert für diese Arbeit gewesen wäre und einen zusätzlichen Input verschafft hätte. Einzelne zusätzliche Angaben, was die Kongregati- on der Anbeterinnen des Blutes Christi selbst be- trifft, habe ich aus dem Provinzarchiv der Schwes- ternkongregation in Schaan erhalten. Eine im Bis- tumsarchiv Basel gefundene Weihnachtskarte der Schwestern von Schaan liess auf das Vorkommen von relevanten Unterlagen im Bistumsarchiv Chur schliessen, da Liechtenstein bis 1997 dem Bistum Chur angehört hatte. Eine Anfrage meinerseits wur- de jedoch vom Bistumsarchivar Dr. Albert Fischer abschlägig beantwortet. Auch die Suche im Deka- natsarchiv Liechtenstein blieb erfolglos. Die Schwes- tern und die Schule scheinen im Dekanat Liechten- stein (ehemals Priesterkapitel) kein Thema gewesen zu sein. Da die ASC-Schwestern in Liechtenstein seit dem Klosterbau 1935 in der Gemeinde Schaan wohnhaft sind, fanden sich auch im Gemeindearchiv Schaan in den Protokollbüchern des Gemeinderats einige Flinweise. Das katholische Pfarrblatt «In Christo» sowie die beiden liechtensteinischen Landeszeitun- gen «Liechtensteiner Volksblatt» und «Liechtenstei- ner Vaterland» haben ebenfalls über das Institut St. Elisabeth berichtet oder mir Quellen zum propa- gierten Frauenbild in Liechtenstein geliefert. Ge- samthaft gesehen konnten über die Schwestern, de- ren Leben und Verhaltensweisen nur sehr wenige Unterlagen gefunden werden. Folglich wird ihnen im Vergleich zu den Schülerinnen in dieser Arbeit kein so grosser Platz eingeräumt. Eine grosse Hilfestellung haben mir die zahlrei- chen Interviews geleistet, die ich mit ehemaligen Schülerinnen, Lehrern, Schulamtsvertretern und auch Lehrschwestern führen konnte und die vor al- lem für den Zeitraum des hier vorliegenden Beitra- ges der Höheren Töchterschule relevant waren. Vor allem die ehemaligen Schülerinnen freuten sich da- rüber, mit ihrem «historischen Wissen» in die Arbeit eingebunden zu werden. Einige davon waren von meinem Vorhaben so begeistert, dass sie sich die 6
        

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