ZUM THEATERKONZERN DER ROTTER SOWIE ZUM SCHICKSAL FRITZ ROTTERS / PETER KAMBER gestrengen Theaterabteilung des Königlichen Poli- zeipräsidiums in Berlin völlig ruinieren. Die ganze Geschichte brach an die Oberfläche, als Fritz Schaie nach dem Sommer 1917 beim Tri- 57) Ebenda. Blatt 100 verso. 58) Ebenda, Blatt 94 verso (Aussage von Alfred Schaie-Rotter) und Blatt 101 (Fritz Rotter). In einem Bericht des Berliner Polizeipräsidi- ums vom 20. Juni 1918 wird das K S. Train-Ersatzbataillon Nr. 12 ge- nannt (Nr. 2955, Blatt 148). 59) Zitat aus dem Urteil des Gerichts, das sie aber freisprach; zitiert von Regierungsrat Klotz in einer heftigen Replik gegen die Rotter. Klotz war Regierungsrat in Theatorabteilung des Polizei-Präsidiums Berlin gewesen (Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Nr. 2954. Blatt 11-21, Ende Nov./Anf. Dez. 1918). 60) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030-05, Nr. 2955 (1917-18), Blatt 94 verso und Blatt 95 (Aussage von Alfred Schaie-Rotter). Vgl. auch ebenda Blatt 150 (Bericht des Polizeipräsidiums Berlin vom 20. Juni 1918). 61) 1911 und 1913 hatte sich Alfred Schaie offenbar mit Hilfe eines ärztlichen Zeugnisses vom anstehenden Referendar-Examen zurück- stellen lassen, obwohl er damals am Kroll'schon Theater bzw. Deut- schen Schauspielhaus beschäftigt war (Landesarchiv Berlin. APr. Br. Rep. 030-05, Nr. 2955, Blatt 170; Bericht der Thoatcrabteilung an das Königliche Bezirkskommando V vom 9. Oktober 1918). 62) Im Verhör vom 2. Dezember 1915 erklärte Alfred Schaie: «Ich habe ... in Berlin, München und Heidelberg Jura und Nationalökono- mie studiert und dann ... beim Oberlandesgericht Naumburg mein Refendarexamen bestanden.» Sein Bruder Fritz habe «bis zum Kriegsausbruch» in Leipzig «studiert». (Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030-05, Nr. 2955 (1917-18). Blatt 98). 63) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030-05, Nr. 2955 (1917-18). Blatt 101 nach dieser Aussage von Fritz Rottcr vom 10. Dezember 1915 scheint es der September 1914 gewesen zu sein. In den Le- bensläufen gab Fritz Rotter später das Jahr 1915 an (desgleichen Fritz Rotter, ebenda, Blatt 94 verso). 64) Ebenda, Blatt 101 verso (Aussage von Fritz Rotter vom 10. De- zember 1915). 65) Ebenda. 66) Ebenda, Blatt 108 verso. 67) Ihr Teilhaber am «Lessingverlag» und späterer Denunziant Dr. Ju- lius Blumenthal gab später an: «Ung. [ungefähr?] folgendes Verfahren haben Schaie angewandt, um nicht einberufen zu werden. Sie wech- selten häufig ihren Aufenthalt, nachdem sie sich zuvor von Berlin ab- gemeldet hatten. Sobald sie im Begriff waren, abzureisen, meldeten sie sich auf dem Bczirkskommando an. Ihre Post ließen sie sich dann irgend wohin nachsenden. Dort aber - so äußerten sie - mögen sie [die Gestellungsbefehle, Anm. d. Autors] liegen.» (Landesarchiv Ber- lin, A Pr. Br. Rep. 030, Polizeipräs., Nr. 2953, 2. Februar 1918. Blatt 66 verso). 
68) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 2955, Blatt 101 verso (Aussage von Fritz Rotter 
vom 10. Dezember 191 5): «Der Vorlag be- fasst sich mit der Herausgabe von Musikalien, Büchern der Literatur und der Veranstaltung von Konzerten wie Aufführung von Theater- stücken, die im Verlag erschienen sind.» 69) Aussage Dr. Julius Blumenthal. Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Nr. 2953, 2. Februar 1918. Blatt 64 verso. Er kündigte ihnen «erst im September 1916» (ebenda, Blatt 66). 70) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 2955, Blatt 104/105. 71) Ebenda, Blatt 105 verso. 72) Ebenda, Blatt 20b; anonymer Brief, rückblickend, 4. Februar 1918 («Mehrere Schauspieler»). 73) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Nr. 2953, Blatt 66 (Julius Blumenthal, Aussage 2. 
Februar 1918). 74) Belastende Aussage vom 2. Februar 1918 durch Dr. Julius Blu- menthal, den Mitteilhaber im «Lessingverlag», den Fritz und Alfred Rotter mit Blumonthal gegründet hatten, um auch Musikabende und Theateraufführungen mit vorlegten Noten und Stücken zu machen: den Verlag hatten die drei als Vehikel gegründet, um der Fronteinbe- rufung zu entgehen. Blumenthal wurde schliesslich 1916 doch noch einberufen, während Fritz und Alfred Rotter mit einer Haftstrafe und kurzzeitigem Dienst in Dresden davonkamen. Blumenthal empfand deshalb im Februar 1918 heftige Ressentiments gegen die Rotter. als er hörte, dass Fritz Rotter um eine Spielerlaubnis für das Trianon- Theatcr nachsuchte (Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Polizei- präs., Nr. 2953, «Aussage zum Bewoisbescbluss vom 2. Februar 1918». Blatt 66 verso). 75) Sie heirateten am 20. Januar 1924 (Auskunft Peter Ullman, USA). 76) Alfred Schaie wurde am 24. November 1915 verhaftet (Landesar- chiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Nr. 2955, Blatt 156) und einen Tag spä- ter dem Gericht der K S. [Königlich-Sächsischen] Landwehr-Inspekti- on Dresden vorgeführt; Fritz Rotter war am 20. Oktober in Dresden im Hotel Exzelsior verhaftet worden (Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030-05, Nr. 2955, Blätter 94, 101b, 156 [vermutlich fälschlicher- weise wird der 19. genannt] und 174). 77) Erwähnt in einem Artikel mit dem Titel «Zwei Sachsen erobern Berlin. Werdegang der Brüder Rotter» in der Zeitung «Der Montag Morgen» (Berlin), 11. April 1932, Nr. 15: Landesarchiv Berlin. A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 2966, Blatt 33. 78) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 2955, Blätter 156 (Be- richt 20. 
Juni 1918) und 170 verso sowie 194; vgl. auch Nr. 2954. Blätter 79-81. 79) Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030. Nr. 2955, 
Blatt 156 (Be- richt. 20. Juni 1918). 80) Ein Projekt für eine Biographie von Fritz und Alfred Rotter besteht. 81) Der Mitteilhaber am Lessingverlag Dr. Julius Blumonthal warf ih- nen dies in seiner Aussage vom 2. Februar 1918 vor (Landesarchiv Berlin, A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 2953 (1918). Blätter 64-67. Blumenthal selbst hatte, wie es scheint, zunächst ebenfalls versucht, um die Ein- berufung herumzukommen; das gelang ihm aber nicht. 89
        

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