FRAUENERWERBSARBEIT IM LIECHTENSTEIN DER NACHKRIEGSZEIT / JULIA FRICK Männer 
Frauen kaufmännischer Angestellter (ca. 16-20) 
kaufmännische Angestellte (ca. 
10-12) Maschinenzeichner 10 Verkäuferin 6 Automechaniker 9 
Coiffeuse 4 Maurer 
8 Damenschneiderin 3 Mechaniker 7 Keramikmalerin 
1 Bauzeichner 
5 Laborantin (ca.l) Heizungszeichner 4 Koch 
4 Laborant (ca. 3-4) Heizungsmonteur 3 Maler 
3 Werkzeugmacher 3 Zahntechniker 
3 Zimmerer 
2 Elektromonteur 
2 Elektroniker 
2 Installateur 
2 Plattenleger 
2 Schreiner 
2 Autolackierer 
1 Autospengler 
1 Buchbinder 
1 Buchdrucker 
1 Elektrozeichner 1 Gärtner 
1 Gipser 
1 Kaminkehrer 
1 Konstruktionsschlosser 1 Maschinenschlosser 
1 Metzger 
1 Radioelektriker 
1 Schlosser 
1 
heute sind 58 Prozent Männer an der Arbeit. Die Er- scheinung aus der Zeit des Ueberwiegens der Textil- industrie, dass die Tochter oder Frau einen zusätzli- chen Verdienst ins Haus bringt, wird abgelöst von der Errungenschaft, dass immer mehr Männer den familienerhaltenden Lohn aus der Industriearbeit beziehen.»112 Unausgesprochen enthalten diese Aussagen eine doppelte Entwertung der Frauenarbeit: diese ist nicht zukunftsfördernd, sie trägt nichts Positives oder Bedeutendes zum wirtschaftlichen Aufschwung bei und bringt nicht genug Lohn. Dieser kann nur als Zusatzeinkommen angesehen werden. Weiter wur- den damals als typische Frauenarbeit angesehene Berufe nicht gefördert. In den nebenstehenden labeilen sind die männli- chen und weiblichen Lehrlinge nach Jahr und Aus- bildung aufgelistet. Die Tabelle 5 spricht für sich. 1950 konnten die 170 auszubildenden jungen Männer zwischen 31 Berufen auswählen. Die acht jungen Frauen, die sich für eine Ausbildung entschieden hatten oder die Möglichkeit dazu erhielten, wurden ausser einer Verkäuferin alle Damenschneiderinnen. Der Anteil an weiblichen Lehrlingen lag 1950 bei etwas über vier Prozent. 1970 erhöhte sich der Anteil an weiblichen Lehr- lingen noch einmal leicht auf knapp 17 Prozent (Ta- belle 6). Leider machte der Rechenschaftsbericht der Regierung in diesem Jahr keine Angaben über H D Vgl. Rechenschaftsbericht 1950, S. 199. 112) Otto Seger, Die liechtensteinische Industrie nach dem 2. Welt- krieg, in: LVolksblatt. 6. Oktober 1955. Tabelle 6: Abgeschlossene Lehren 1970 47
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.