LIECHTENSTEIN IN ALTEN SCHILDERUNGEN NORBERT W. HASLER vorläufige Zurückstellung von Rentforderungen an Geschädigte; Instruktion an den Bundestagsge- sandten von Holzhausen, einen Aufschub der für 1846 vorgesehenen Militärkoningentsinspektion zu erwirken. Der Fürst, der sich im August 1847 per- sönlich von der allgemeinen Not überzeugen konnte, erwirkte auch bei Österreich die provisorische Auf- hebung des erhöhten Getreideausfuhrzolls nach Liechtenstein. Trotz aller Hilfsmassnahmen konnte die Not nur gelindert, nicht aber beseitigt werden.»5 Auch der Arzt und Politiker Dr. Karl Schädler (1804 bis 1872) setzte sich für die in Not geratene Bevöl- kerung ein.*' Unter seinem Vorsitz wurde in Vaduz ein Hilfsverein gegründet, der Hilfsgesuche an Be- hörden und Private des benachbarten Auslandes richtete. Diese Aktion brachte rund 10 000 fl. (Gul- den) an Spenden, deren Verwendung der Hilfsverein zu Gunsten der Betroffenen koordinierte. Noch viele Überschwemmungen folgten nach 1846 bis am 25. September 1927 -81 Jahre nach dieser Katastrophe - der Rhein weite Teile des Fürsten-tums 
Liechtenstein und des benachbarten Vorarlberg durch den Dammbruch bei Schaan bisher ein letztes Mal unter Wasser setzte. 2) Alois Ospelt, Wirtschaftsgeschichte des Fürstentums Liechtenstein im 19. Jahrhundert. Von den napoleonischen Kriegen bis zum Aus- bruch des Ersten Weltkrieges. In: JBLBand 72, 1972, S. 5-421, hier S. 19. 3) Zit. nach Alois Ospelt (wie Anm. 2), S. 20. 4) Die Gesamtbevölkerung betrug 1847 insgesamt 7604 Einwohner. 5) Alois Ospelt (wie Anm. 2), S. 20-22. 6) Rudolf Rheinberger, Liechtensteiner Ärzte des 19. Jahrhunderts. In: JBL Band 89, 1991, S. 54. 303
        

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