HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2006 Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein TÄTIGKEITSBERICHT 2006 PROJEKT UND FACHKOMMISSION Für die Neubearbeitung der Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein zeichnete im Berichts- jahr weiterhin die Kunsthistorikerin Cornelia Herr- mann, Triesen, verantwortlich. Ziel ist die Heraus- gabe von insgesamt zwei Bänden in der Reihe «Kunstdenkmäler der Schweiz», redaktionell be- treut und publiziert von der Gesellschaft für Schwei- zerische Kunstgeschichte (nachfolgend GSK) in Bern. Die personelle Zusammensetzung der zur wissenschaftlichen Begleitung der beiden Kunst- denkmälerbände und zur Beratung der Autorin ein- gesetzten Fachkommission unter dem Vorsitz von Eva Pepic blieb unverändert. DIE KUNSTDENKMÄLER DES FÜRSTENTUMS LIECHTENSTEIN, BAND II: DAS OBERLAND Einen Teil des Arbeitsschwerpunktes des Jahres 2006 bildeten Aktualisierungen und Nachbearbei- tungen der sechs Gemeindemanuskripte Balzers, Triesen, Triesenberg, Vaduz, Schaan und Planken (von Süd nach Nord), um Texte und Abbildungsvor- schläge fristgerecht im Juni 2006 bei der GSK zur Begutachtung einreichen zu können. Neue Ergeb- nisse erbrachten beispielsweise die im Auftrag der Landesdenkmalpflege von Peter Albertin, Win- terthur, auf Schloss Vaduz durchgeführten Untersu- chungen zur Baugeschichte. Dank der freundlichen Unterstützung des Bauforschers und mit Bewilli- gung der Landesdenkmalpflege war es möglich, er- ste Erkenntnisse in Kurzform in den neuen Kunst- denkmälerband einfliessen zu lassen. Durch die freundliche und grosszügige Erlaubnis des Landes- fürsten LIans-Adam IL und der Landesfürstin Marie von und zu Liechtenstein waren Fotoaufnahmen im Innenhof des Schlosses, in der Schlosskapelle und in ausgewählten Innenräumen möglich, die den Text anschaulich bereichern werden. Schlossverwalter Gilbert Kaiser war bei allen Belangen auf Schloss Vaduz behilflich. Mit Gutachten vom 12. Juni 2006 empfahl der Gutachter Alfons Raimann, Amt für Denkmalpflege 
des Kantons Thurgau, Frauenfeld, das Manuskript «Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechten- stein, Band II. Das Oberland» der GSK zur Annah- me. Alfons Raimann hielt in seinem Gutachten fest: «Mit dem neuen Werk erhält das Fürstentum Liech- tenstein - vorerst für das Oberland - eine wissen- schaftlich gehaltvolle und gut lesbare Darstellung seiner aktuellen Denkmälerlandschaft und einen vollgültigen Ersatz für das Werk von Erwin Poeschel aus dem Jahr 1950.» Am 30. Oktober 2006 war die Autorin zur Besprechung des Manuskripts an der Sitzung der Redaktionskommission in Bern gela- den. Mit Schreiben vom 16. November 2006 wür- digte die Redaktionskommission das Manuskript «als faktenreiche und wissenschaftlich seriöse Ar- beit, die hohe Qualität aufweist.» Der Text ist auf An- trag der Fachkommission im Fürstentum Liechten- stein in einigen Aspekten auf die Verhältnisse im Land zugeschnitten, geht dadurch bisweilen über den klassischen Inhalt der Kunstdenkmälerbände hinaus, beispielsweise indem es auch Informatio- nen zu jüngeren Kunstdenkmälern bietet und der Archäologie einen besonderen Stellenwert ein- räumt. Der Band wird sich folglich konzeptionell in gewissen Aspekten von den Schweizer Bänden un- terscheiden. Bis Ende des Jahres 2006 war die Autorin mit der Einarbeitung von Empfehlungen der Redaktions- kommission beschäftigt. Verlangt wurde zudem eine Kürzung um 15 Prozent, um den Umfang eines Normalbandes mit 496 Druckseiten zu erreichen. Lektorat, Korrektorat und Druckbegleitung über- nehmen ab Januar 2007 die Redakteure und Gra- phiker der GSK in Bern in enger Zusammenarbeit mit der Autorin. In dieser Kooperation wurden be- reits der Buchumschlag und die Subskriptionspro- spekte erarbeitet. Im Jahr 2006 wurde zudem die Produktion der Pläne (Grundrisse, Aufrisse, Ortspläne mit Verzeich- nis der bearbeiteten Gebäude usw.) weiter vorange- trieben. Hierbei waren massgeblich die Landesein- richtungen Tiefbauamt und Hochbauamt mit Ar- chäologie und Denkmalpflege beteiligt. Das Abbil- dungsmaterial wurde von der Autorin zusam- mengestellt oder wo nötig neu in Auftrag gegeben. 257
        

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