HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2006 spruch nehmen, um die bearbeiteten Urkunden je- weils umgehend online stellen zu können. Nach An- sicht des Bearbeiters lässt sich dieser Mehraufwand jedoch dadurch rechtfertigen, dass damit die Mög- lichkeit geschaffen wird, die Ergebnisse der auf- wendigen Arbeiten am LUB der wissenschaftlichen Forschung und einer interessierten Öffentlichkeit künftig so schnell als möglich zur Verfügung stellen zu können. Gleichzeitig kann damit aber auch die an sich berechtigte Forderung nach einer möglichst schnellen Drucklegung des LUB II/l insofern erfüllt werden, als dass mit dem LUB II digital eine gleich- sam digitale Version eines gedruckten LUB II/l zur allgemeinen Benutzung vorliegt. Die Kernaufgabe des LUB - die Suche nach rele- vanten Urkunden und deren Transkription - musste im Berichtsjahr aufgrund der Konzentration auf das LUB II digital gezwungenermassen in den Hinter- grund treten. Trotzdem gelang es auch diesbezüg- lich, im Berichtsjahr 2006 zeitaufwendige Abklä- rungen vorzunehmen und bedeutsame Informatio- nen für das LUB II zu gewinnen. Trotz des bedeutenden Mehraufwandes für die Erarbeitung des LUB II digital darf generell festge- halten werden, dass die Arbeiten am LUB II/l - so- weit überblickbar - planmässig vorangehen. Es ist allerdings an dieser Stelle erneut an die im Jahres- bericht 2000 gemachten grundsätzlichen Überle- gungen zu erinnern, wonach eine exakte Ter- minplanung bei der Erarbeitung eines Urkunden- buchs auf erhebliche Schwierigkeiten stösst. Insbe- sondere im Fall des LUB II, wo der schliesslich zu edierende Quellenbestand erst nach Abschluss der Quellensammlung endgültig feststehen wird. SONSTIGE TÄTIGKEITEN Im Umfang eines 50-Prozent betragenden Arbeits- pensums steht neben der «Kernaufgabe» verständ- licherweise wenig Zeit für andere Tätigkeiten zur Verfügung. Zudem konzentrierten sich die Arbeiten wie erwähnt auf die Schaffung des LUB II digital. In diesem Zusammenhang konnte der Bearbeiter mit einem in den beiden Landeszeitungen publizierten 
Artikel auf das Angebot des LUB II digital aufmerk- sam machen. Schliesslich durfte der Bearbeiter im Rahmen sei- ner Urkundenbuchtätigkeit verschiedene an das LUB gestellte Fragen beantworten und manche Ar- beiten mit Quellen- und Literaturhinweisen unter- stützen. AUSBLICK Im kommenden Jahr werden die Arbeiten am LUB sozusagen auf breiter Front fortgeführt. Zu Beginn des Jahres werden die Arbeiten am Sachwortregi- ster des LUB II digital vorangetrieben, eine sehr zeitraubende Arbeit, die aber für die thematische Erschliessung der in den Urkunden überlieferten Informationen unabdingbar ist. Des Weiteren gilt es, diejenigen anhand von Mikrofilmaufnahmen er- stellten Urkundentranskriptionen jener liechten- steinischen Urkunden, die nicht im Liechtensteini- schen Landesarchiv deponiert sind, an den Original- urkunden in den betreffenden Gemeinde- und Alp- archiven zu überprüfen, fotografisch zu erfassen und für das LUB II digital aufzuarbeiten. Schliesslich soll die systematische Suche nach urkundlichen Quellen in ausländischen Archiven wieder aufge- nommen und die Transkriptions- und Editions- arbeiten des aufgefundenen und zur Verfügung ste- henden Urkundenmaterials fortgesetzt werden. DANK Als Bearbeiter des LUB II möchte ich der Träger- schaft des Urkundenbuch-Projektes, dem Histori- schen Verein und seinem Vorstand, insbesondere der Vorsitzenden Eva Pepic und dem Geschäftsfüh- rer Klaus Biedermann für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung danken. Dank ge- bührt auch dem Liechtensteinischen Landesarchiv, wo das LUB eine Heimstätte gefunden hat, nament- lich dem Staatsarchivar Paul Vogt, dem wissen- schaftlichen Mitarbeiter Rupert Tiefenthaler sowie den Archivbetreuerinnen Olga Anrig, Ulrike Beham, 255
        

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