INVENTAR ÜBER DEN NACHLASS DER GRÄFIN ELEONORA KATHARINA VON HOHENEMS / KARL HEINZ BURMEISTER 1 Klain Pasteten Pfannen. 1 Pasteten Bläch. 8 Pasteten Kächelin mit Deckhlinen. 1 Grosßer Haffen. 3 Klainere Hafen. 1 Schwenckh Kesßelin. 1 Seich Pfannen103. 1 Alt Wassergetzin. 2 Beth pfannenl(M groß Vnd Klain. 124] 1 Fisch Kesßel. 1 Grosßer Pfanenhafen 1 Klainer Pfanenhafen. 1 Grosßer Wasch Kesßel zue 9 gälten. 1 Klainer Wasch Kesßel. 1 Salat Beckhin. 1 Spritz Kesßel. 1 Stockh Wasßergälten105. 1 gemaine Wasßergälten106. 1 Klain gältelin. 2 Kesßin groß Vnd Klain. 1 Handtbeckhin sambt dem gießfaß107. 1 Klain Kesßelin. 1 Nachgeschier. 1 Leimb Pfannen108. 1 Klaines Verbrochenes Pfännelin. Wigt zuesamben 239 Pfund. [25] Öhrin109 Vnd Möschin Geschier. Ambthauß. 1 Gewicht zue einem Pfundt, so im Ambthauß. 1 Grosße Möscher110. 
1 Klainere Möscher. 1 Metallin Stückhün. 1 Möschines Baibier Beckhin, Vnd Kandten. 1 Scher Beckhin. 6 Möschine groß Vnd Klaine Pfannen. 2 Liechtbutzer. Vnderschidliche groß Vnd Klaine, gantz Vnd thailß verbrochne Häfen. Wiegt zuesamben 204 Pfund. 97) Maria Anna von Hohenems, 1652-1715, Tochter des Grafen Franz Wilhelm I. von Hohenems und der Gräfin Eleonora Katharina von Fürstenberg. 98) Kredenz, Kredenztisch = Anrichte, ital. credenza (Glaube); ur- sprünglich wurden auf der Kredenz Speisen zum Zwecke der Vorkos- tung (Giftprobe!) angerichtet und dann erst serviert; später hatte sie vor allem den Zweck, kostbares Porzellan, Gläser und anderes Tafel- gerät zur Schau zu stellen. Vgl. Hartmann (wie Anm. 21), S. 843. 99) Kölsch, kölnisch, aus Köln stammend, bunter Baumwollstoff. Jutz. Bd. 2. Sp. 116. 100) Hier im Sinne von Aschen-Farbe = grau. Vgl. äschen. äschen- farb. äschengrau bei Fischer, Bd. 1, Sp. 338. 101) Budälle, kleines Fläschchen, französ. bouteille (Flasche). Jutz, Bd. 1. Sp. 482. Vgl. auch Pudel, kleines Fläschchen, rätoromanisch pudel. Idiotikon, Bd. 4, Sp. 1035 («Büdeli»), Der Schreiber bemühte sich um die aus seiner Sicht gegenüber der Dialektform richtiger hochdeutsche Aussprache «äu» statt «u», daher bäudle statt budele. 102) Wohl Torte. Vgl. Tortelmodcl bei Jutz, Bd. 1, Sp. 587. 103) Seichpfannc. auch Seichhafen, landschaftlich derb Pisspott. Nachttopf. Jutz , Bd. 2, Sp. 1130; Fischer, Bd. 5, Sp. 1320. 104) Bettpfanne = Wärmeflasche. Grimm, Bd. 1, Sp. 1738 (vas lecto calefaciendo = Gefäss zum Warmen des Betts). 105) Stock-Gelte, grösserer Wasserzuber, so benannt nach dem Stock (Holzblock), der diesen Gefässcn vormals statt des jetzt gebräuch- lichen Fussgestells zur Unterlage diente. Idiotikon, Bd. 2. Sp. 284. 106) Wassergelte, Wasserschaff, meist aus Kupfer oder Eisenblech, dient als Wasserreservoir in der Küche. Jutz. Bd. 2, Sp. 1540. Vgl. auch Gelte, rundes oder ovales Gefäss aus Holz oder Kupfer zum Aufbewahren von Trinkwasser. Jutz, Bd. 1, Sp. 1111. 107) Giessfass. Kanne, aus der das Wasser in das Giessbecken gegossen wird. Fischer. Bd. 3, Sp. 653. 108) Leimpfanne; in ihr macht der Tischler den Leim gebrauchsfer- tig. Jutz, Bd. 2, Sp. 263. 109) Ehern, aus Bronze. Jutz, Bd. 1, Sp. 669. 110) Mess II, Messgerät oder Mcssgcfäss irgendwelcher Art. Jutz. Bd. 2. Sp. 404. 205
        

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