GERARDI JOANNIS VOSSII D E B Ä P T I S M O DISPUTATIONES XX, @ una ck Sacramentorum Iii, atque eßcacia. A MS TE-ZOD AMI, Apud Ludovicum Elzevirium,, c 
I o I 3 c 
s h v 111, Titelblatt von Brüglers Publikation «Ars Semper gaudendi», Freiburg im Breisgau, 1679 
in Augsburg. Aber sehr viel mehr wissen wir bis heute nicht. Auch hier beobachten wir wieder eine Tendenz zu Verheimlichungen und zum Legen fal- scher Spuren, die ihren Höhepunkt schliesslich da- rin fanden, dass Brüglers Spuren sich im weit ent- fernten Slowenien verloren. Gewisse Anhaltspunkte auf die Aufenthaltsorte oder auch die Absichten Brüglers ergeben sich aber aus den Dedikationen seiner Bücher. Noch im Jahr 1679, dem Jahr seiner Flucht aus Vaduz, ver- öffentlichte Brügler bei Johann Jakob Böckler69 in Freiburg i. Br. ein lateinisches Buch mit dem Titel «Ars Semper gaudendi, Ad Veram Animi Quietem, Ex Sola Divinae Providentia Consideratione com- parandam, & humanam cum Divina Voluntate con- formandam, Auetore Joanne Romarico Brügler ab Herkelsberg».70 Das Buch ist dem Abt Wunibald71 von Petershausen und St. Georg in Stein am Rhein sowie dem Prior, Subprior und dem ganzen Kon- vent dieser beiden Klöster gewidmet. Diese Wid- mung macht einen geographischen Sinn, wenn wir annehmen wollen, dass Brügler von Chur aus über Lindau und den Bodensee nach Konstanz (Peters- hausen) und Stein am Rhein in seine Heimat Frei- burg gereist ist, wo er im Schosse seiner Familie zunächst einmal Zuflucht gefunden hat. Sein Buch «Ars Semper gaudendi» folgt einem streng wissenschaftlichen, formalistischen Aufbau, eingeteilt in drei Teile zu je drei Kapiteln zu je drei Paragraphen, wie es juristischem und theologi- schen Gelehrtenstil entsprach. Der Autor prunkt mit einer staunenswerten Belesenheit, wie sie aus Zitaten antiker (Aristoteles, Epiktet, Horaz, Seneca, Ambrosius, Augustinus), mittelalterlicher (Ansel- mus, Alfons der Weise, Thomas von Kempen) und frühneuzeitlicher Schriftsteller (Nauklerus) zum Ausdruck kommt. Dutzende Zitate aus dem Alten und dem Neuen Testament offenbaren seine Bibel- festigkeit, mit der er beinahe an den im 17. Jahr- hundert in Deutschland führenden (lutherischen) Juristen Benedikt Carpzow herangekommen ist. Brügler beginnt seine Abhandlung mit einem griechischen Gruss, der im gedruckten Text ein Spatium darstellt, das jeweils handschriftlich aus- gefüllt wurde: «Eunpcmav Kai 
'euxäpEiv, bene agere 174
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.