^LuSl c*~^~ SU~~ 'im* schienen ist und gezielt gegen die katholische Reli- gion gerichtet war. Im Falle seines Werkes «Cura vulneratae religionis» wird aber auf dem Titelblatt die Zustimmung der Zensurbehörde mit der For- mel «Cum approbatione, & facultate Superiorum» zum Ausdruck gebracht. Diese Zustimmung hatte der zuständige Churer Generalvikar und Zensor Dr. theol. Francesco Tini bereits unter dem Datum Chur, den 10. Dezember 1677, erteilt. Vermutlich ist Brügler zu diesem Zweck persönlich nach Chur gereist. Wie noch unten zu zeigen ist, hatte der Ge- neralvikar Tini am 4. Mai 1679 in Vaduz in amtli- cher Eigenschaft nochmals mit Brügler zu tun. Francesco Tini, gebürtig aus Rovereto (Trentino), studierte 1643/48 in Wien, wurde 1655 Sextarius, Kantor und Scholaster im Churer Domkapitel, 1664 Generalvikar des Bistums Chur. Er ist am 21. Juni 1680 gestorben und wurde in der Kathedrale von Chur beigesetzt.40 Am 18. März 1678, also wohl kurz nach dem Er- scheinen seines Buches «Cura vulneratae religionis» begegnet uns Brügler in Bludenz. Dort vermerkte der Stadtschreiber in das Bludenzer Ratsprotokoll: «Herren Johann Romarico Brügler ab Herkelsberg seind wegen deren Efinem] Efhrsamen] Rath dedi- cierter buechlin 10 Reichsthaller zur discretion ge- schöpft».41 Die hohe Summe von zehn Reichstaler lässt den Schluss zu, dass Brügler damals mehrere Exemplare seines Büchleins «Cura vulneratae reli- gionis» dem Bludenzer Rat in Erwartung eines ent- sprechenden Honorars verehrt hat. 
JOHANN ROMARICH BRÜGLER VON HERKULESBERG KARL HEINZ BURMEISTER Auszug aus dem Ratsproto- koll der Stadt Bludenz vom 18. März 1678: Brügler er- hält zehn Reichsthaler für ein dem Rat von Bludenz gewidmetes Büchlein BRÜGLER ALS LANDVOGT IN VADUZ, 1679 Die Amtszeit Brüglers in Vaduz währte nur sehr kurz. Peter Kaiser nennt für 1679 drei Landvögte: Andreas Walser, Johann Romarich Brügler und Jo- hann Christoph Köberle,42 was Brüglers Amtszeit auf wenige Monate von Januar bis Juli 1679 be- schränkt. In der letzten Gerichtssitzung des Jahres 1678 bilden der Graf persönlich, der Landschrei- ber und Landammann Georg Wolf das Gericht;43 Brügler tritt noch nicht in Erscheinung. Wir finden ihn aber dann zu Jahresbeginn am 10. Januar 37) Feldkirch: Johann Hübschlin, 1678. 12°, 12,8 x 7,2 cm, 8 ungez. Bl., 409 gez. Seiten. Exemplarnachweise: Regensburg, Staatliche Bi- bliothek, Signatur: 999/theol. syst. 1271 (mag); St. Gallen, Stiftsbiblio- thek, Signatur FF RV 33*. 38) Benzing (wie Anm. 33), S. 117 f.; Schnetzer, Norbert: Die Feldkir- cher Drucke des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Meusburger, Wilhelm und Feurstein, Thomas (Hrsg.): Gedenkschrift Eberhard Tiefenthaler. Graz, 1996, S. 133-152. 39) Henggeier, Rudolf: I'rofessbuch der fürstlichen Benediktinerabtei der Heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen. Zug, 1929, S. 148 f. 40) Helveria sacra, Bd. 1/1. Bern. 1972, S. 528. 41) Stadtarchiv Bludenz, Ratsprotokoll, Bd. 5, S. 204. Diesen Hinweis verdanke ich Herrn Dr. Manfred Tschaikner in Bludenz (Mitteilung vom 17. Juni 2001). 42) Kaiser, Peter, Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein, 2. Aufl. Vaduz, 1923, S. 495. 43) Liechtensteinisches Landesarchiv Vaduz, Verhörprotokolle der Grafschaft Vaduz 1677-1685, A S 1/2, sub dato 1678 November 24. 165
        

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