hätte. Daher beschränkte ich mich auf die Untersu- chung der weiblichen Angestellten in der Landes- verwaltung. Die Vertiefung in die Welt der weiblichen Ange- stellten durch Quellen im Landesarchiv führte zu ei- nem «Überblick» über die sozialpolitischen Arbeits- bedingungen dieser Frauen und den Umgang des Staates mit seinen weiblichen Arbeitskräften. Um die Arbeitssituation der Frauen in jener Zeit zu verstehen, war es wichtig, die Faktoren zu eruie- ren, die das Handlungsfeld von Frauen beeinfluss- ten. 
Ich untersuchte deshalb das sozialpolitische und das rechtliche Umfeld, das Frauenbild im Staat und in der Kirche sowie in der Gesellschaft, die Ausbil- dungsmöglichkeiten sowie die Frauenarbeitsmarkt- struktur und analysierte, wie und warum sich all diese Bereiche im Laufe der Zeit wandelten. Die Ver- knüpfung all dieser Aspekte und mit «Oral History», d.h. mit den Interviews von Zeitzeuginnen, die ein- zelne Lebensentwürfe darstellen, sollte schlussend- lich zu einem Einblick ins Arbeitsleben führen. Auch 20 Jahre nach Ein- führung des Frauenstimm- rechts zeigte sich im Jahr 2004, dass Frauen immer noch vor allem in kaufmän- nischen, aber auch in schlechter qualifizierten Berufen tätig waren, wäh- renddem die Männer in deutlicher Überzahl die gut bezahlten Posten im Obe- ren Management sowie in akademischen und freibe- ruflichen Bereichen besetz- ten (Tabellen aus: Wilfried Marxer, 20 Jahre Frauen- stimmrecht. Eine kritische Bilanz. Bendern, 2004) 
Sozio-professionelle Kate- gorien nach Geschlecht im Jahr 2000 • Männer • Frauen Erwerbsstatus nach Geschlecht im Jahr 2000 • Männer • Frauen Selbständige Kader Nichtkader 6
        

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