rael sowie zahlreicher in- und ausländischer Gäste wurde die Ausstellung am 31. Mai 2005 feierlich eröffnet. Sie dauerte bis 6. November 2005. Viele Gäste des Landesmuseums waren nach dem Besuch dieser tiefgründigen und anspruchsvollen Ausstel- lung von Leben und künstlerischem Werk der Iii Kronstein und ihrer beiden Töchter berührt und be- troffen. Die Welt der Iii Kronstein umfasst viele Fa- cetten. Die Ausstellung zeigte Werke, Persönlichkeit und Biographie dieser jüdischen Künstlerin aus Wien. Zusammen mit ihren Töchtern Gerda und Nora floh sie nach dem «Anschluss» Österreichs an das Deutsche Reich 1938 vor den Nationalsozialis- ten in das Fürstentum Liechtenstein. Dort führte ihr Mann Robert Kronstein seit 1932 die «Franziskus- Apotheke». In Vaduz blieb Iii Kronstein nur einige Einblicke in die Sonderaus- stellung «Die Welt der Iii Kronstein», die im Landes- museum vom 31. Mai bis 6. November 2005 zu sehen war 
Monate. Dann fing sie ohne ihre Familie in Süd- frankreich ein neues Leben an, in dem sie sich nur noch mit ihrer Kunst auseinandersetzen wollte. Die Ausstellung zeigte Werke aus den spannungsgela- denen Jahren 1938 bis 1943. Die Bilder Kronsteins demonstrieren die rasante künstlerische Entwick- lung, welche die Schülerin von Johannes Itten in diesen wenigen Jahren genommen hat. 1941 er- krankte Iii Kronstein, 1943 zeichnete sie ihre letzten Werke, 1948 starb sie in Zürich. Immer wieder war sie nach Vaduz zurückgekehrt. Die Tochter Gerda wanderte von Vaduz nach Amerika aus. Sie lebt seit 1939 in den USA und gilt heute als Pionierin und Be- gründerin der Frauengeschichtsschreibung. Nora blieb längere Zeit bei ihrem Vater in Liechtenstein. Seit den 1960er Jahren lebt sie in Israel und ist eine renommierte Textildesignerin und bildende Künst- lerin. Auch von Nora Kronstein waren einige Arbei- ten in der Ausstellung im Landesmuseum zu sehen. Die Museumskommission des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern besuchte am 10. Juni 2005 das Liechtensteinische Landesmuse- um, organisiert von Michael Fasel und Peter Nieder- klopfer vom Amt für Wald, Natur und Landschaft. Neben einer Einführung in das Museums- und Aus- stellungskonzept durch den Museumsleiter, der Vor- stellung der konzeptionellen Grundlagen des natur- kundlichen Bereiches und der Naturkundlichen Sammlung, dem Präparatorium und der Natur- kundlichen Forschung in Liechtenstein durch Mi- chael Fasel, standen ein Rundgang durch die Aus- stellungen sowie ein reger Gedankenaustausch im Zentrum des Programms. Am 15. und 16. Juni 2005 weilte eine hochrangi- ge Kulturdelegation aus der Volksrepublik China, angeführt von Frau Jiao Zhanglan, Generaldirekto- rin des Kultur-Departements des staatlichen Post- büros in Peking, anlässlich der Präsentation der Ge- meinschaftsbriefrnarken zwischen China und Liech- tenstein im Fürstentum und stattete bei dieser Gele- genheit dem Landesmuseum einen Besuch ab. Der Museumsleiter war zu Gesprächen und Begegnun- gen mit den Gästen aus China eingeladen. Das Organisationskomitee «200 Jahre Souverä- nitiät Liechtenstein 1806 - 2006», dem Arthur Brun- 302
        

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