SOUVERTAN ODER UNTERÄN? STEFAN SPRENGER Die Feier «200 Jahre Souveränität Fürstentum Liechtenstein 1806-2006» scheint mir wie eine breite Ölspur durch dieses Jahr: Man rutscht aus und landet ohne sich zu versehen auf dem harten Boden unserer derzeitigen innenpolitischen Tatsa- chen. Und je genauer man hinschaut, desto schil- lernder wird ihr Grund. Ich erlaube mir in der Folge ein Räsonnement zu den zweihundert Jahren, dem 12. Juli 1806 und dem Begriff der Souveränität. Es soll kurz, sprung- haft, ohne Hoffnung auf Anworten oder staatstra- gende Absicht geschehen, mit dauerndem Sil- berblick auf die Gegenwart und von der Literaturli- ste des Historischen Vereins zum Thema Souverä- nität geleitet. Historikerinnen und Staatsrechtler sind zu exakten Definitionen und präzisen Abbil- dungen verpflichtet; ich beanspruche nur ein Ah- nen geschichtlicher Kontinuitäten und der Stoss- richtung von Ideen. Verblüfft bemerke ich, dass sich die von der Ge- schichtsschreibung zur Verfügung gestellten Ein- sichten in das Werden der liechtensteinischen Sou- veränität unmittelbar auf Aktuelles übertragen las- sen; so begleitet mich im Hintergrund auch die Fra- ge, weshalb sich 1806 und 2006 so erschreckend widerstandslos nahe sind. 189
        

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