1687 1689 1692 1699 1789 1814 1852 1874 1918 1919 1923 1929 
verkauft Graf Hannibal von Hohenems den Fährbetrieb für 300 Gulden an Andreas Büchel und dessen Stiefbrü- der Christoph, Georg und Ferdinand, empfängt Landammann Andreas Büchel von den Grafen von Hohenems den herrschaftlichen Rheinzoll samt Schankrecht zu Erblehen. Das Gebäu- de ist soeben 1685 d neu erbaut wor- den, vgl. Befunde zur Baugeschichte, erstehen die Ruggeller von den Grafen von Hohenems die herrschaftliche Mühle samt dem Mühlenregal, erwirbt Fürst Hans Adam I. von Liech- tenstein die Herrschaft Schellenberg für 115 000 Gulden, bestätigt Fürst Alois von Liechtenstein6 Johann Büchel und seinen Nachkom- men das Erblehen des herrschaftlichen Rheinzolles mit Schankrecht. amten Johann Büchel und Pächter Germann7 als RheinzoUer mit Taver- nenbetrieb. Zollvertrag zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kaiserreich Österreich; in Ruggell werden «Finan- zer» stationiert. wird Ruggell eine selbständige Pfarrei. Einstellung des Fährbetriebes Rug- gell-Salez. wird Liechtenstein wieder selbständi- ges Zollgebiet. Zollvertrag mit der Schweiz. Bau einer ersten Rheinbrücke Rug- gell-Salez. 
BEFUNDE ZUR BAUGESCHICHTE Seit beinahe vierhundert Jahren ist für Ruggell eine Zollstätte und Taverne nachgewiesen. 1613 erhielt ein Ulrich Büchel die Taverne und den Zoll in Rug- gell als Lehen. Baubefunde zu einem entsprechen- den Objekt fehlen uns jedoch. Solche sind spärlich für die Zeit um 1685 und umfangreich für das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts gefasst. Im ebenerdig gelegenen Kellergeschoss weisen eine aus Bruchsteinquadern gefügte Gebäudeecke, eine teilweise ausgebrochene Mauerscheibe und drei zweitverwendete Eichenbalken auf einen Bau von 1685. Das Mauerwerk könnte durchaus auch äl- ter sein und zu einem Objekt des 16. oder des frühen 17. Jahrhunderts gehört haben. Die drei behauenen Balken entstammen einem Bohlenständerbau. Es handelt sich um zwei Schwellbalkenabschnitte und ein Stück eines Ständers mit der Nut zum Einschie- ben von Wandbohlen. Alle drei Balken sind dendro- chronologisch untersucht. Das eine Schwellbalken- stück wurde im Herbst/Winter 1684/85 gefällt. Beim zweiten Abschnitt sind die Jahrringe bis 1669 messbar, die Waldkante fehlt. Beim Ständerstück ist eine Datierung erfolglos geblieben. Die Balken wur- den 1804 als Auflager für ein Kellergewölbe ver- wendet. Die harten Zementputze des 20. Jahrhun- derts verhinderten bauarchäologische Freilegun- gen, so dass uns weitere Baubefunde zum Kernbau fehlen (Plan 2). DAS ZOLL- UND GASTHAUS VON 1804 Im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert entstand ein neues Zoll- und Gasthaus auf oben erwähnten Resten eines Vorgängerbaues. Im Februar 1803 er- suchte Zoller Johann Büchel die herrschaftliche Zie- gelei Nendeln um Anfertigung von Dachziegeln für 6) Ospelt. 1975. 7) Ebenda. 174
        

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