HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2004 Liechtensteiner Namenbuch TÄTIGKEITSBERICHT 2004 PERSONELLES Die Mitarbeiter Anton Banzer (mit 40 %) und Her- bert Hübe (mit 27 %) leisten weiterhin zusammen zwei Drittel einer vollen Stelle. Der Namenbuchlei- ter Hans Stricker steht teilzeitlich zur Verfügung. WERKTEIL RUF- UND SIPPSCHAFTSNAMEN Es wurde in der Berichtszeit schwergewichtig an den Ruf- und Sippschaftsnamen gearbeitet. Der Werkteil Rufnamen enthält die beiden folgenden Teile: a) Auflistung der im Land erfassten 6242 Rufna- men mit systematischen Realinformationen, Litera- turhinweisen und eigener Deutung (als Extrakt aus der Datenbank). Umgerechnet auf das Seitenlayout des Ortsnamenbuches (an das wir uns weiterhin halten werden) ergibt allein dies einen Textumfang von (hochgerechnet) rund 820 Buchseiten. Die Da- tenbank ist bereit für die Umwandlung in ein Text- korpus. b) Ein beschreibender, kommentierender und deutender Textteil, wo in stark konzentrierter Dar- stellung die vorkommenden Rufnamentypen (kapi- telweise gemäss der Numerierung unserer typolo- gischen Codierung aufgeführt) in ihrer sprachli- chen Typologie, ihrer Herkunft, ihren sozialen und typologischen Zusammenhängen präsentiert wer- den. Dieser Kommentarteil aus der Feder des Pro- jektleiters liegt fertig vor; er umfasst über 140 Buch- seiten. Die Darstellung in den beiden vorangehend be- schriebenen Teilen ist vernetzt konzipiert, so dass während der Bearbeitung wie auch später bei der Lektüre jederzeit gezielt von einem in den anderen Teil hinübergewechselt werden kann. Der Werkteil Sippschaftsnamen kann aufgrund seiner inneren Verflechtung mit dem Rufnamenteil einfacher als letzterer gehalten werden: In ihm werden wir uns für die 1473 Einheiten auf die Auf- listung der Daten (entsprechend dem Absatz «a» oben bei den Rufnamen) beschränken können. Es 
ist hier (hochgerechnet) mit weiteren rund 140 Buch- seiten zu rechnen. Die besonders intensive und auch innovative Be- arbeitung der Ruf- und Sippschaftsnamen ist im Rahmen unseres Projekts damit abgeschlossen und das Ergebnis interessant. Die Datenbank stellt ein imponierendes Korpus volkstümlicher Namenge- bung dar, das im Textteil auf eine neuartige und originelle Weise aufgeschlüsselt wird. Der Aufbau dieser Systematik 
geschah ex nihilo, weshalb die Durchführung und laufende Justierung dieser Ka- tegorisierung sowie der unumgängliche Abgleich der von allen drei Mitarbeitenden geleisteten Ein- zelarbeit bei der Typisierung nicht ohne grossen Aufwand möglich war. Dafür stellt er auch wieder ein nicht unbedeutendes Stück Pionierarbeit dar. WERKTEIL FAMILIENNAMEN Die Datenbank mit den Familiennamen umfasst 1994 Datensätze und damit ebenso viele verschie- dene Familiennamen. Bei dieser grossen Zahl ist es offensichtlich, dass nur der kleinere Teil von ihnen heute im Land verbürgert ist. Viele alteinheimische Namen sind vorlängst ausgestorben; die Mitglieder anderer Geschlechter wieder waren oder sind nur als Hintersassen - oder auch als bloss Durchreisen- de oder kurzfristig im Land sich Aufhaltende - ak- tenkundig geworden. Die reichhaltige Ausstattung der Namen mit ur- kundlichen Belegformen geht zeitlich weit in die Epoche des Werkteils Ortsnamen zurück. Damals wäre es wenig umsichtig gewesen, anlässlich der dort durchgeführten Archivarbeit (die zunächst ja vorwiegend den Orts- und Flurnamen galt) im glei- chen Arbeitsgang nicht auch die Personennamen mit zu erheben. Heute sind wir froh um die dama- lige Weichenstellung und können nun auch, wie vorausgesehen, von der im Voraus geleisteten Ar- beit profitieren. Der Leiter ist mittlerweile daran gegangen, der Datenbank Familiennamen (die aus den zuvor er- hobenen Daten hauptsächlich von Anton Banzer zusammengestellt worden ist) ihr definitives Ge- 263
        

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