merkt, dass «... die Österreicher den wichtigen Sa- rojapass oberhalb Planken behaupteten».5 Detailliertere Angaben findet man in der von Jo- seph Bitschnau verfassten und im Jahr 1806 veröf- fentlichten Chronik: «Nach dem ersten Plane des Feldmarschall-Lieut- nants Hotze hatte der Schützenkommandant Gre- bert den 6ten Merz früh ... mit drei Kompagnien Landesschützen von Devis, den Triesenberg, mit ei- nem Tetachement von 60 Mann das Schloss Liech- tenstein mit 3 Landeskompagnien, und ein Kompag- nie Gardiskanern den Posten Planken ober Schan zu besetzen. Da aber die hiezu bestimmte Mann- schaft am 6ten Merz Morgens noch nicht ganz in Feldkirch eingerückt war, als man schon von dem Unternehmen der Franken bey Bendern Nachricht hatte; so wurde Gerbert beauftragt, mit den schon auf dem Marsche von Feldkirch nach Schan begrif- fenen Landkompagnien der Hauptleuten Schleip- fen Tschan, und, Mailin, und mit dem Kommando von 60 bey der Feldkircher Compagnie dienenden Jagdbergischen Scharfschützen, die Position Plan- ken zu besetzen. Als Grebert dort angekommen war, stiessen Oberlieutenant Grettier von Devins mit 90 Mann, als dem, Reste der von Bendern zurückgedrückten, und von Feldkirch abgeschnit- tenen Compagnie und später auch ein Detache- ment von Stein, welches zur Verteidigung des Schlosses Liechtenstein bestimmt, von dort aber mit Übermacht vertrieben war, zu ihm;... Nun nahm Grebert seine Stellung längs der Front des Royensattelberges, im Verfolge von 6 bis 8 Tagen war ein Laufgraben und eine Brustwehr von 425 Schritten in der Länge, dann zur Deckung der rechten Flanke ein ansehnlicher Verhau zu Stande gebracht, so wie links ein ähnlicher Verhau ziemlich hoch schon angefangen war, wozu das Schanzzeug und die Arten vom Lande über Fra- stanz und Amerlügen hinaufgetragen werden. Auf dem nämlichen beschwerlichen und weiten Wege musste auch der zu diesem Transporte von den Hrn. Ständen bestimmte Joseph Anton Hohlenstein die Viktualitäten, und die Munition durch viele re- quirierte Träger hinaufliefern. Zur besseren Ver-theidigung 
wurden Tannenbäume in ohngefähr V/z Schuh lange Klötze gehauen, wovon jeder Mann 3 Stück für sich in die Brustwehr zu bringen hatte, um selbe allenfalls bey annahendem Feinde über die steile Alp herabrollen zu lassen.»6 Eberhard Julius Zwirner beschreibt in seiner 1912 veröffentlichten Studie die Entstehung der Anlage noch deutlicher: «Am 9. März nachmittags griffen sie [die Franzo- sen] ihn [Grebert] mit einer Übermacht von 3 Ba- taillonen an. Er verteidigte sich eine Zeitlang hart- näckig vor zwei Verhauen. ... Mit einigem Verluste von mehreren Toten und Verwundeten (von den Jagdbergern, von Stain und von den Gradiskanern) zog er bergwärts zurück auf die Plankner Alp Gafadura und von da auf den Rojasattel, der Liech- tenstein von Frastanz scheidet. Auf sehr steilem, schmale?!! Wege und in tiefem Schnee ging der ge- fährliche und ermüdende Rückzug vonstatten. Die wackere Sonnenberger Milizkompanie (meist Nen- zinger) ging zuletzt und deckte die Vorausgehen- den, da der Feind noch nachsetzte und selbst eini- ge verwundete. Grebert schickte den Unterleutnant Frick von der genannten Kompanie an Hotze ab, ihm von dem Vorgefallenen zu berichten. Auf der Höhe des Rojasattels, längs der Front nahmen die Unseren Aufstellung. ... In den nächsten Tagen Hess er einen Verhau und eine etwa 320 Meter lan- ge Schulterwehr für seine Schützen anlegen. Von Frastanz aus wurde mit unsäglicher Mühe über Amerlügen ein Zugang bebahnt und mit Hilfe vieler Träger Schanzzeug, Schiessbedarf und Lebensmit- tel hinaufgeschafft. Jeder Schütze musste 3 Tan- nenklötze von 
1/z Meter Länge in die improvisierte Schanze schaffen, um dieses 
    

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