Resümee Besonderheiten In Grab 2 gibt es ein Schädelfragment mit Rostan- haftung, in Grab 3 ein Humerusfragment mit Bron- zeanhaftung und in Grab 6 konnten ein Schädelfrag- ment und einige Fragmente von Langknochen ge- funden werden. Letztere wiesen grün-blaue Verfär- bung und teilweise eine Bronzeanhaftung auf. 
Es wurden vom Fundort «Runda Böchel», aus den Arealen Foser, Kaufmann und Strasse Mälsner Dorf Leichenbrandreste aus bronze- und eisenzeitlichen Gräbern untersucht. Von den Arealen Foser und Kaufmann wurden Leichenbrandreste aus 30 Gräbern, fünf Fundkon- zentrationen und diversen Streufunden analysiert und beschrieben. Auf dem Areal Foser konnten in den Leichen- bränden aus 21 Gräbern Bestattungsreste von 22 Individuen diagnostiziert werden. Darunter befan- den sich eine Mehrfachbestattung (drei Individuen) und zwei Doppelbestattungen, wovon eine fraglich ist. In der Fundkonzentration 1 ergibt sich die Re- präsentativität für ein erwachsenes Individuum. Vom Areal Kaufmann wurden eisenzeitliche Lei- chenbrandreste aus neun Gräbern und drei Fund- konzentrationen anthropologisch untersucht. Le- diglich bei drei Individuen können die Bestattungs- reste als repräsentativ betrachtet werden. Die Streufunde in beiden Arealen können den Gräbern nicht eindeutig zugeordnet werden, da sich keine Fragmentanpassung gefunden hat. Die Analysen über Verbrennungsgrad, Frag- mentgrösse und Verteilung (Repräsentativität) der Leichenbrandfunde vom Areal Strasse Mälsner Dorf ergeben, dass es sich hier um Leichenbrand- verschleppungen verschiedenster Ursachen han- deln könnte. Vergleiche mit eisenzeitlichen Gräbern aus der näheren und weiteren Umgebung zeigen, dass die Leichenbrände der Bestattungen vom «Runda Bö- chel» bezüglich Verbrennungsgrad und Fragment- grösse denjenigen von Tamins ähnlich sind. Ähn- lichkeiten im Bestattungsbrauchtum könnten durch die geographische Nähe erklärt werden. Auf dem Areal Kaufmann wurden ausserdem sie- ben bronzezeitliche Brandbestattungen gefunden. Es handelt sich um die verbrannten knöchernen Re- ste von sieben Individuen, wobei nicht alle Grabin- halte der Repräsentativität genügen. Der bronzezeit- liche Leichenbrand unterscheidet sich von den ver- brannten eisenzeitlichen Knochenresten vor allem im Bezug auf den Verbrennungsgrad. Es ist unklar, ob es sich hierbei um Grabungsartefakte handelt. 202
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.