DIE LIECHTENSTEINISCHE LANDESHYMNE JOSEF FROMMELT Definition und Typologie der Nationalhymnen Als Nationalhymne wird seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ein Musikstück bezeichnet, das bei staatlichen, sportlichen und anderen Anlässen zum Protokoll gehört. Nationalhymnen sind Lieder, Ge- sänge, Märsche, Tänze und dergleichen, die das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit, das Natio- nal- und Staatsgefühl eines Volkes musikalisch in repräsentativer Form zum Ausdruck bringen sol- len. In Monarchien wird hierbei meist die Anhäng- lichkeit zum Herrscher oder Herrscherhaus beson- ders betont. In manchen Hymnentexten werden häufig die Schönheit der Landschaft, der Fleiss und die Tüchtigkeit des Volkes, die Verdienste von Staatsmännern oder die Bedeutung historischer Ereignisse in einer gehobenen Sprache gerühmt. Es gibt jedoch nur wenige Hymnentexte, die wirk- lich literarischen Wert haben. Die meisten der älteren Hymnen sind in Zeiten nationaler Krisen entstanden. So zum Beispiel das niederländische Lied «Wilhelmus von Nassouwe», das 1568 während des Befreiungskrieges gegen die Spanier entstanden war, aber erst 1932 offiziell zur Nationalhymne erhoben wurde. Der Entstehungs- zeit nach wäre dieses Lied die älteste Nationalhym- ne. Die englische Hymne wurde am 27. September 1745 im Drury Lane Theatre während des Jakobi- ten-Aufstandes zum ersten Mal gesungen, als die Niederlage von Sir John Cope's Armee bei Preston- pans bekannt wurde. (Die Melodie selbst ist älter. Ihr gilt ein ausführlicher Teil der nachfolgenden Untersuchung.) Auch die französische, italienische und spanische Nationalhymne ist ebenso in Kriegs- zeiten entstanden, wie die vieler anderer Staaten. In der Regel werden die Nationalhymnen durch Gesetz eingeführt und zur Staatshymne erhoben und haben als Staatssymbol die gleiche Bedeutung und den gleichen Rang wie Staatsfahne und Staats-22 
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collection, Thesaurus Musiau. 'Ehe Flute part, it will l>e noted, is in a difterent key Crom the keyboard-vocal score, showing that it was intended for the old English (end-blown) Flute, which was wliat we today call a 'transposing Instrument', not for the newer (side-blown) 'German Flute'. The Englisli Flute (of the Recorder Family) had been for two centuries or more a populär domestic instrument for getitie- men, and in the earlier eighteenth Century a part for it was very commonly attached to Song publications such as this. It must candidly he admitted that the effect of this mere two-part setting of the song, w ith the upper part doubled at the octave by the Flute, must nave been a little thin—but tlie more musicianly harpsichordists would doubtless supply a chordal tilling. 1) Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbole. Stuttgart. 1983. Symbol: Sichtbares Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit. Das Symbol steht stellvertretend für eine geistige Realität (Staat, Kirche, Freundschaft). 2) Die älteste Nationalfahne haben die Niederländer seit ihrem Sieg 1572 über die Spanier. Die «Geusenflagge» ist Rot-Weiss-Blau. 31 Vgl. Meyers Grosses Konversations-Lexikon. Leipzig. Wien, 1904. 
Die erste gedruckte Version der späteren britischen Na- tionalhymne erschien in London im Jahr 1744 mit den Anfangsworten «God Save our Lord the King». L3
        

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