torum>.26 Der Index war das Verzeichnis der verbo- tenen Bücher. Er erschien erstmals 1559, nachdem kirchliche Bücherverbote bereits seit dem Jahr 400 - erstmals gegen Schriften des Origenes - erlassen worden waren.27 Der  betraf vorrangig häretische Schriftsteller und Werke. Er wurde erst 1966 unter Papst Paul VI. in seiner bindenden Form abgeschafft.28 Betroffene Autoren wurden nicht selten verfolgt, eingesperrt und hingerichtet. Der Index stand in engem Kontext mit der Inquisition. Auf dem Konzil von Trient im Jahr 1546 folgten scharfe Angriffe gegen die Drucker. Das tridentinische Konzil stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit der Refor- mation. Die Reformatoren Luther und Zwingli hat- ten 1522 bis 1534 Bibelübersetzungen in deutscher Sprache herausgebracht, die grössere Verbreitung fanden.2'' Mit dem in Wildhaus geborenen Schwei- zer Ulrich (Huldrych) Zwingli (1484-1531), dessen Wirkungsschwerpunkt in Zürich lag, betrat auch eine reformatorische Kraft aus unmittelbarer Nachbarschaft des späteren Liechtenstein die reli- gionsgeschichtliche Bühne.30 Zwingli lehnte noch stärker als dessen Zeitge- nosse Luther (1483-1546) den Ablasshandel ab und forderte grundlegende Reformen in der Kirche. Er schaffte das Zölibat ab, verbannte die Bilder aus der Kirche und führte die Lehre zurück auf das Evangelium und die Bibel, die er konsequenterwei- se auf Deutsch übersetzt hatte (Zürcher Bibel). Die katholische Kirche wurde als Mittlerinstanz zwi- schen Gott und den Gläubigen als überflüssig ange- sehen, die Autorität entsprechend untergraben und der Bibelauslegung waren neue Wege geöffnet. Die Inquisition ging bis zum Beginn des 19. Jahrhun- derts vehement gegen die Protestanten vor. Die In- quisitionsbehörde wurde 1908 in das 
    

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