LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 2003 tellektuelle und wissenschaftliche Bewegungen. Mu- seen sind wichtige politische Momente, in denen ein Identitätsanspruch formuliert wird. Es sind Orte der Selbstdarstellung, wo die Beziehung zum Objekt ständig neu ausgehandelt wird, und es sind Orte der Bildung. Die Ausstellung im Liechtensteinischen Landes- museum folgt einer musealen Grundregel: Das Ex- ponat soll nicht angefasst werden, denn es ist nicht zuletzt die Aufgabe von Museen, die Objekte über lange Zeit zu konservieren. Aus diesem Grund ent- steht eine Reihe neuer Elemente: Podien, Sockel, Schranken, Vitrinen, Textträger, Stelen, Tafeln. Ihre formale Sprache definiert die Grenzen zwischen Be- sucher und Exponat. Mehr als 300 Elemente gesel-len 
sich so zum Ausstellungsgut. Sie spiegeln Vielfalt und Eigenheit der Exponate und Räumlichkeiten wieder, verbinden Sammlung und Gebäulichkeiten. Sie haben eine vermittelnde Funktion und spielen mit der Flexibilität der Exponate, die je nach Bedarf zum Unterrichts-, Forschungs-, Lern-, Gebrauchs-, Leit- oder Lustobjekt werden, als Metapher, Illustra- tion, als Sinnesfalle. Das Ausstellungskonzept verzichtet auf einen vorbestimmten Museumsrundgang. ... Das zurück- haltende, dezente Design von Vitrinen, Stelen und Objektträgern gibt den Ausstellungsobjekten Raum und bringt sie so optimal zur Geltung. Gezielter Far- beinsatz in- und ausserhalb der Vitrinen gibt auch kleineren Ausstellungsobjekten optische Bedeu- 297
        

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