Liechtensteiner Namenbuch TÄTIGKEITSBERICHT 2003 ALLGEMEINES Nachdem der Landtag am 20. November 2002 einen Antrag auf Verlängerung des Projektteils Personen- namenbuch und damit auf eine Fortführung und Voll- endung des Werkes nach dem ursprünglichen Werk- plan gutgeheissen hatte, nahm mit Beginn des Jahres 2003 auch der unterzeichnende Gründer und Leiter des Orts- und Personennamenbuches seinen lang- jährigen Platz im Unternehmen wieder ein. Damit konnte die Arbeit auf der ganzen ursprünglich ge- planten Breite des Projekts wieder aufgenommen werden. Die Mitarbeiter Anton Banzer (40 %) und Herbert Hübe (27 %) leisten seit Anfang Jahr zusammen zwei Drittel einer vollen Stelle. Der Namenbuchleiter Hans Stricker steht teilzeitlich zur Verfügung. DIE ARBEIT WÄHREND DER BEBICHTSZEIT Gemäss Arbeitsplan steht im Jahr 2003 und noch darüber hinaus die Datenbearbeitung und -auswer- tung des Werkteils Ruf- und Übernamen / Sipp- schaftsnamen (abgekürzt: RuN, SiN) im Vorder- grund. Am Anfang des Berichtsjahres bahnte sich für uns die Möglichkeit an, in den Aufbau einer Daten- bankstruktur mit einzusteigen, die in dem auch von Hans Stricker geleiteten Projekt Werdenberger Na- menbuch eben Gestalt annahm, und die in ihren Grundlagen auch für unser Personennamenbuch ge- eignet war. Wir zögerten nicht, uns dieser Entwicklung anzu- schliessen, da wir auch hier darum bemüht sein müs- sen, unsere Datensätze (die bis dahin nur in Textfiles vorhanden waren) besser in den Griff zu bekommen. So bauten wir (für alle vor uns liegenden Teile des Pro- jekts) ein spezifisches Datenbanksystem auf, das es uns ermöglicht, unsere sehr umfangreichen Daten op- timal strukturiert unterzubringen und ebenso über- sichtlich wie logisch eng geführt weiterzubearbeiten. Dass dabei Planung und Aufbau aller für unser Projekt nötigen und vorgesehenen Datenbanken (Ruf- und Sippschaftsnamen, Vornamen, Familien- namen FamN, Appellativa) in einer kohärenten Akti-on 
miteinander durchzuführen war, lag auf der Hand, da sie alle untereinander vielfach vernetzt sind und da sich nur so die Routinen und Synergien des Datenbankaufbaus optimal ausnutzen liessen. So ergab es sich, dass wir im ersten Halbjahr an mehreren Fronten tätig waren, indem wir zunächst unseren Werkplatz neu einrichten und die Struktur- planung in die Details ausdehnen mussten. Der Leiter widmete sich zunächst längere Zeit neben dem Entwerfen und Verfeinern der Leitlinien für die Projektplanung der Frage von Datenbankent- wicklung und -aufbau, dies in steter Diskussion mit den Mitarbeitern. Für die praktische Umsetzung der Planung zogen wir dann einen Informatikfachmann bei. Die Mitarbeiter waren in den ersten Monaten des Jahres hauptsächlich noch daran, die von ihnen in den Vorjahren betreuten Datensätze - einstweilen noch nach ihren alten Richtlinien - weiterzubearbei- ten und dort noch zu einem möglichst homogenen Stand zu gelangen, bevor die Daten in die Datenbank übernommen und dort weiter ausgebaut werden konnten. Anton Banzer war von Januar bis Mai mit dem Abschluss des ersten Deutungsdurchgangs bei den deutschen Familiennamen und mit der Vorbe- reitung für den Import der FamN-Daten in die Da- tenbank beschäftigt. Bis zum Vorliegen der RuN-Da- tenbanken überarbeitete er darauf die importierten FamN-Daten. Herbert Hübe arbeitete bei den Vorna- men an der Strukturierung der Rufformen (Diminu- tiva, Kurzformen, Doppelvornamen), ferner exzer- pierte er Sekundärliteratur zu den Vornamen. Dane- ben bearbeitete er weiterhin Teile der Dateien mit den Ruf-, Über- und Sippschaftsnamen (Feldaufnah- men in Schaan und Eschen, genealogische Zuord- nung von RuN, vor allem in Eschen). Im Mai lag die Datenbankstruktur für die Rufna- men und Sippschaftsnamen vor, und so konnte der Dateneinbau und damit die Weiterbearbeitung der Ruf-, Über- und Sippschaftsnamen beginnen. Für diese systematische Einzelbearbeitung hatte der Leiter zunächst (durch vorgängige Schnellanaly- se der Ruf- und Sippschaftsnamen aller Gemeinden) eine differenzierte Coclierungsliste mit rund 180 ty- pologischen Varianten aufgebaut, welche die Na- menvielfalt hinsichtlich der formalen Typen und Be- 268
        

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