Kino Hotel „Adler" Vaduz Samstag, ben 15. März abends 'A9 Uhr 
König der Könige ba* gemoitlgfte SUmnxrii b«0 JemoU rrfebienen ifl. Dem gilin ifl bie tpeltgefcbichtltcbe «efta» 3»|u Shrrfte. fein geben, SBirhen unb Selben kSnftIedfa> unb etbifcb in bisher un. erreichter blflortfiffec Ireue jugTUnbe (jelegt. Sin tt & e i ft u s f i I m niie ihn tebec ju feben mUnfthi. Jugenbllcbe unb Schaler haben bei ben Sorhmlrtag.Sorfübningen 3utrilt; «reis 50 9tp. 
Kino „Rössle" Samstag, 3 Uhr nachm. Sonntag, 3 Uhr nachm. u. V29 Uhr abenös ®abm Wikt 
i\»Hv mm Spt«lj*it: Samstag btn 5. jtmbtr, abenbs 8^ Uhr, Sonn lag ben 6. XXjemlWr. nad)m. 3 Uhr urtb abenbs S1/- U!)t. 2Bir bringen als 3Skihnachtsübetra|chung 005 gronbiofe unb [djönfle gtlmroerfi bee 3ot)rf6: (3>it rotifj« S^ttxfler oon St. Seith) Das Drama ber tränen. Die 38unb«rhrajt einer er, fjabenen Wufift. Ein ©rofsfilm, bei b«m hein \Kugt trochen bleibt. .... Senn es Slbenb roirb, bie lürme i)cs mädjtifjtn Domes oon St. Skith langfam in bie 9)ad>t tauchen .... bann bringen aus bem Dome bie heeren Crgcl, töne bes Hot SBoria .... ber Organift hämpft ben guten Jfampf ums Ccbcn .... unb plötjlicf> ift er eh opiclball ber Schicfcjalsmächte .... Dcrltumbet. ein= (am, gebtod)enen Sjer^ens unb gelähmt .... buch roie Schatten ber Sonne rocieben, ftam auch für il)n bie (£rlö|utig oer ^ein .... Gin SJBunber ...:>. Ellies in allemein ©roftfilrn mit einer ergreifenden nalürlichen Sjanblung. Das Drama So« ütturia roirb auch hier einen am. fjen (Erfolg aufroei(eii. Sefemieren Sie firf) ^lätje im 'BctDethauf. (Eintrittspreis gr. 1.20. Ab 1927 wurde zumeist nur noch ein (längerer) Film pro Abend gezeigt. Diese Inserate vom 15. März 1930 (oben) und vom 5. Dezember 1931 (unten) belegen zudem den Trend zu ernsthaften lite- rarischen und religiösen Themen. 
DAS FILMPROGRAMM Die Anzahl der Filme pro Vorstellung schwankte zwi- schen einem und vier. An einem typischen Kinoabend 1918 wurden im «Rössle» ein Drama, ein Lustspiel und eine Naturaufnahme gezeigt. Tendenziell nahm die Anzahl der Filme mit den Jahren ab, und ab 1927 stand in der Regel nur noch jeweils ein Film auf dem Programm. Die Filme wurden immer länger, und ab Mitte der 1920er Jahre ging der Trend zum abend- füllenden Film. Corinna Müller bemerkt in ihrer Stu- die zu Filmlängen und Filmprogrammen: «Um 1923/24 war die Produktion von eineinhalb- bis zweistündigen Filmen zur Normalität geworden».19 Frühere Kino-Vorstellungen hingegen trugen den Charakter eines Variete-Abends. Im Stil einer Num- mernrevue wurden mehrere kurze Filme dargebo- ten, eine ausgewogene Mischung beinhaltete Lust- stücke, Dramen und Ansichten aus fremden Ländern oder Naturaufnahmen. Bis 1926 wurden in den Anzeigen immer die Gen- res eines jeden Filmtitels genannt, die Filme mit «Lustspiel», «Erstklassiges Detektivabenteuer» oder «Grossartiges Gesellschaftsdrama» hinreichend für die potentiellen Zuschauerinnen und Zuschauer be- schrieben. Ab 1927 traten kurze Inhaltsbeschrei- bungen anstelle der Genrebezeichnungen, um die Filme zu charakterisieren. Der einzelne Film wurde stärker beworben. Gewichtige Formulierungen be- schreiben die Filme und man zeigte Verfilmungen ernsthafter literarischer Stoffe wie Quo Vadis, Bibel- verfilmungen wie König der Könige und Arche Noah. Mit der an der literarischen Sprache angelehnten In- haltsbeschreibung des Films Ave Maria wurde das Kino in den Rang einer anspruchsvollen Kunstgat- tung erhoben. Auffallend ist, dass nie das Herkunfts- 154
        

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