Die Kinovorführungen und das Programm18 nahm zudem das «Tonkino Vaduz» seinen Betrieb in einer Turnhalle auf. Bis zum Bau eines neuen Kinos in Vaduz 1944 wurden dort jedes Wochenende Filme gezeigt.17 Das Kino im «Rössle» war wie auch die Wirtschaft ein Familienbetrieb, bei dem alle mithelfen mussten. Herta Fricks Mutter Rosa Hilti-Kaufmann, geboren 1914, hat beispielsweise als Mädchen Eintrittskarten verkauft. 
DIE VORSTELLUNGEN Spieltage im «Rössle» waren meist Samstage und Sonntage und auch manche Feiertage; selten wurden Filme auch an anderen Wochentagen gezeigt. Nor- malerweise gab es samstags eine Abendvorstellung, die um 20 Uhr, 20.30 Uhr oder 21 Uhr begann, sonn- tags eine Nachmittagsvorstellung mit Beginn zwi- schen 14.15 Uhr und 16 Uhr und ebenfalls eine Abendvorstellung. Die Anzeigen der frühen Jahre enthielten manch- mal auch den Vorbehalt auf Programmänderungen. Entweder klappte der Filmversand - die Filme wur- den aus Österreich bezogen - nicht immer reibungs- los, oder man wusste nicht, ob nicht noch die Zensur eingreifen würde. Zweimal wurden Filme an zwei aufeinander folgenden Wochenenden angezeigt, «wegen verspäteten Eintreffens erst heute». Auf den Lieferscheinen der «Waldmüller's Alpen- ländischen Film-Zentrale», von der die Filme bezo- Die Kinder von Judith und Karl Kaufmann im Kino- saal des Wirtshauses «Rössle». Von links nach rechts: Annile Kaufmann (1915-1982), Rosa Kauf- mann (1914-1994), Karl Kaufmann (1911-1933). Rechts ein weiteres unbe- kanntes Kind. Rosa half beim Verkauf der Eintritts- karten für die Kinovorstel- lungen. 152
        

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