EINE LIECHTENSTEINERIN IM KZ: BARONIN VALESKA VON HOFFMANN / PETER GEIGER die Häuser der SS-Führerschaft, der Aufseherinnen sowie der SS-Bewachungsmannschaft samt Hunde- zwinger. Die Häftlingsbaracken waren alsbald total über- füllt. Unbeschreibliche hygienische Zustände herrsch- ten. Auf der «Lagerstrasse» zwischen den Baracken mussten die Insassinnen täglich stundenlang zum Zähl- und Arbeitsappell stehen, brach eine zusam- men, durfte ihr nicht geholfen werden. Deutsche Auf- seherinnen übten die strenge, oft sadistische Aufsicht in Hosenrock und Stiefeln, mit Peitsche und Hunden aus. Die Häftlinge wurden Arbeitskolonnen zugeteilt, zu schwerer Erdarbeit an Loren (Rollwagen), zur Strohmattenflechterei, Schneiderei, Näherei, Wä- scherei, in die unmittelbar angrenzenden Siemens- Werkstätten oder in Aussenarbeitsstätten. Die Kon- zentrationslager wurden im Kriegsverlauf zusehends zu einem riesigen, verzweigten Sklavenarbeitsreser- voir, dazu gehörte auch Ravensbrück. Zwischen 1939 und 1945 wurden im KZ Ravensbrück insgesamt 152000 Menschen als Häftlinge registriert, nämlich 132 000 Frauen und Kinder, 1000 weibliche Jugend- liche und auch 20000 Männer.94 911 Sächsische Revisions- und Treuhandgesellschaft A.-G., Leipzig, an liecht. Regierung, 7. Juli 1944, LLA RF 221/150. 92) Liechtensteinisches Landgericht (Landrichter Dr. Julius Thurn- her) an Regierung, 15. Juli 1944, LLA RF 221/150. 93) Korrespondenz der liecht. Regierung mit der Sächsischen Revisions- und Treuhandgesellschaft und mit dem EPD, Aug./Sept. 1944, LLA RF 221/150. 94) Grit Philipp: Kalendarium der Ereignisse im Frauen-Konzentrati- onslager Ravensbrück 1939-1945. Unter Mitarbeit von Monika Schnell. Berlin, 1999. - Margarete Buber-Neumann: Als Gefangene bei Stalin und Hitler. Eine Welt im Dunkel. Berlin, 1993 (Erstausgabe 1949). - Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Das Frauen-Konzen- trationslager Ravensbrück (1938-1945), www.ravensbrueck.de/ deutsch/frauen-kz/. - Grit Weichelt: Überleben im KZ Ravensbrück. Zur Geschichte der Erika Buchmann in den Jahren 1942 bis 1945. Berlin, 1995. - Christa Schikorra: Kontinuitäten der Ausgrenzung. «Asoziale» Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Berlin, 2001. - Antonia Bruha: Ich war keine Heldin. Wien, Mün- chen, 1995 (Erstausgabe 1984). - Elisabeth Sommer-Lefkovits: Ihr seid auch hier in dieser Hölle? Lebensbericht 1944-1945. Zürich, 1994. - Sigrid Jacobeit (Hg.): Ravensbrückerinnen. In Zusammenar- beit mit Elisabeth Brümann-Güdter. Fürstenberg, Berlin, 1995. - Martin Gilbert: Endlösung. Die Vertreibung und Vernichtung der Juden. Ein Atlas. Reinbeck bei Hamburg, 1995 (engl. «Atlas of the Holocaust», 1983). 
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