EINE LIECHTENSTEINERIN IM KZ: BARONIN VALESKA VON HOFFMANN / PETER GEIGER EINBÜRGERUNG IN ESCHEN 1932 Warum wollte Hoffmann gerade Liechtensteiner werden? Warum Eschner? Offenbar erschien dem Diplomaten-Rentner, der in Wien und in Italien lebte und in Vermögenssachen in verschiedenen Ländern reiste, ein neutraler Pass wertvoller als sein deut- scher. Bis 1932 hielt er neben dem Meraner Wohn- sitz noch einen in Wien. Diesen gab er nun auf, um nicht einer Doppelbesteuerung unterworfen zu sein. Liechtenstein als Einbürgerungsland lag nahe, weil der Altdiplomat in Wien mit Fürst Franz I. von Liechtenstein und Fürstin Elsa persönlich bekannt war. Franz war selber Diplomat für Österreich-Un- garn in Petersburg gewesen. Der Fürst schrieb 1932 an die Regierung nach Vaduz, als er nach der Ein- bürgerung auch Hoffmanns Wunsch nach einem Diplomatenpass befürwortete: «Baron Hoffmann ist mir seit vielen Jahren auf das vorteilhafteste bekannt u. wäre ich glücklich wenn sein Wunsch erfüllt werden könnte.»8 Dem Land Liechtenstein und der Gemeinde Eschen war die Einbürgerung dieses 58-jährigen, ledigen, kinderlosen, katholischen und vor allem vermögenden Rentners sehr erwünscht. Öffentliche Einnahmen halfen Arbeit zu schaffen. Die Zuteilung 4) Dankend erwähnt worden sollen hier neben den genannten Archi- ven und Institutionen namentlich einige Personen, welche bei den Recherchen besonders hilfreich waren: Erich Allgäuer (Eschen); Ka- roline Kornprobst-Bauer, Dr. Rudolf Kornprobst, Dr. Caterina Longo, Dr. Markus Gamper (alle Meran); Bernd Horstmann (Lohheide); C.Hoffmann (Fürstenberg); Dir. Bernadetta Gronek (Warschau); Josefine Justic (Innsbruck). 5) Zeitung  (Bozen), 26727. Oktober 2002, S. 31. - Ge- spräch des Verfassers mit Frau Dr. Caterina Longo, Meran, vom 9. Juli 2003. 6) Passfoto von Philipp von Hoffmann, 1942, LLA RF 208/349. 7) Gemeindearchiv Eschen, Nr. 597/7, eigenhändiger «Lebenslauf des Philipp Freiherr von Hoffmann», Meran (1932). - LLA RF 125/432 (unter LLA VA/1932/9). - Das Grabmal des Vaters (t 1909) und der Mutter (f 1929) liegt heute (2004) im aufgelassenen Fried- hof von Untermais/Meran, samt einer Inschrift für den Bruder Ferdinand von Hoffmann, geboren 1871 in Rom, gestorben 1915 in München. 8) Fürst Franz L, 6. April 1932 (auf dem Schreiben des Frh. von Hoffmann an Fürst Franz vom 31. März 1932), LLA RF 126/374. 
Freiherr Philipp von Hoff- mann, «Consigliere di Legazione, Barone Philipp Hoffmann, Merano IL, via Cadorna 21», 1942 101
        

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