LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 2002 LEITBILD PRÄAMBEL Das Liechtensteinische Landesmuseum ist be- strebt, in allen seinen Tätigkeiten den ICOM Ko- dex der Berufsethik (LCOM Code of Professional Ethics) zu achten.1 Entsprechend diesem Kodex ist die barrierefreie Gestaltung des Museums und seiner Ausstellungen und Veranstaltungen eine Grundhaltung, so dass den besonderen Be- dürfnissen von Behinderten bestmöglich Rech- nung getragen werden kann. 
Das Landesmuseum ist ein lebendiger Ort der Kulturpflege und der Begegnung und ein Zen- trum für Wissensvermittlung und Bildung. Die- sem Ziele dient das Sammeln, Bewahren, Doku- mentieren, Erforschen und Vermitteln von Kul- tur- und Naturgütern. REICHWEITE Das Landesmuseum bezieht sich in seinen Akti- vitäten auf den Kulturraum des Alpenrheintals und der Bodenseeregion, wobei sein Kern das Fürstentum Liechtenstein ist. AUFTRAG Auftrag, Sinn und Zweck des Liechtenstei- nischen Landesmuseums sind die Sammlung, Erhaltung und Ausstellung liechtensteinischen Kulturgutes sowie die Förderung des Verständ- nisses für Landeskunde und Geschichte Liechten- steins (Gesetz und Statut der Stiftung Liechten- steinisches Landesmuseum, 9. Mai 1972, Nr. 39, Art. 2). Der Stiftungsrat sorgt durch geeignete Massnahmen für die Erfüllung dieses Auftrages. ZIEL UND BEDEUTUNG DER TÄTIGKEIT Das Landesmuseum transportiert das Gestern, unsere Vergangenheit, ins Heute. Es bildet eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft. Das Landesmuseum beteiligt sich aktiv am Diskurs übergreifender liechtensteini- scher Themen und Fragen und trägt so zur Kon- stitution und Entwicklung liechtensteinischer Identität bei.- Gleichzeitig repräsentiert es wich- tige Aspekte der Landeskunde Liechtensteins nach aussen. Das Landesmuseum verfolgt einen interdisziplinären Ansatz in seinen Tätigkeiten. 
ZIELGRUPPEN Die Zielgruppen des Landesmuseums sind die Bevölkerung des Fürstentums Liechtenstein und die Bewohner des weiteren Kulturraumes, eben- so die Touristen in Liechtenstein und in der Regi- on. Schulen sind eine besonders wichtige ZieT gruppe des Museums. Soweit möglich, werden spezifische Interessengruppen, u. a. Kindergär- ten, Gruppen der Erwachsenenbildung, Minder- heiten und Behinderte in besonderer Weise an- gesprochen. 1) Der Kodex wurde von der 15. ICOM-Generalversammlimg in Buenos Aires, Argentinien, am 4. November 1986 angenommen und liegt seit Februar 1999 als deutschsprachige Fassung von ICOM-Deutschland und ICOM-Österreich vor. 2) Diese Formulierung verweist auf ein Verständnis von nationa- ler Identität als einem sozialen Fakt, der im Diskurs konstruiert wird. Nationale Identität ist, so verstanden, eine diskursiv- kollektive Identität, die nicht statisch ist. sondern sich sowohl in der Differenz und den Beziehungen zwischen den Individuen und der Gesellschaft (Kollektiv) konstituiert als auch in den Beziehun- gen und Differenzen zu anderen Gesellschaften. Vgl. u. a. Ruth Wodak (Hrsg.): Zur diskursiven Konstruktion nationaler Identität. Frankfurt/Main, 1998. 299
        

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