HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2002 Liechtensteinisches Urkundenbuch TÄTIGKEITSBERICHT 2002 ALLGEMEINES Im Rahmen des für die Fortsetzung des Liechten- steinischen Urkundenbuchs gesprochenen Ver- pflichtungskredites konnten die Arbeiten an diesem für die Erforschung der mittelalterlichen Landesge- schichte grundlegenden Quellenwerk mit einem 50- Prozent betragenden Pensum fortgeführt werden. Der in Bearbeitung stehende erste Band des zweiten Teils des Liechtensteinischen Urkundenbuchs (LUB 11/1) umfasst den Quellenbestand für die Herrschafts- zeit der Freiherren von Brandis (1417-1510). Auf- grund der Konzentration auf die Editionsarbeiten der in liechtensteinischen Archiven liegenden Urkunden konnte die Sammeltätigkeit der schriftlichen Zeug- nisse dieses knappen Jahrhunderts brandisischer Machtausübung in der Grafschaft Vaduz und in den Herrschaften Schellenberg, Blumenegg und Maien- feld (ab 1437) in ausländischen Archiven vorerst nicht mehr systematisch weitergeführt werden. ARBEITSSTAND Aufgrund der erwähnten Arbeitskonzentration er- höhten sich die in der Quellen-Datenbank verzeich- neten Schriftzeugnisse zur Herrschaftszeit der Frei- herren von Brandis nur mehr leicht auf 1116 Da- tensätze. Die aus diesem gesammelten Datenmate- rial aufbereitete Regestensammlung wurde ergänzt und kann auf dem Internet über die Homepage des Liechtensteinischen Landesarchivs http://www.lan- desarchiv.li eingesehen und damit Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Der weitaus grösste Teil der Arbeitszeit im ver- gangenen Jahr wurde zur Bearbeitung des liechten- steinischen Urkundenmaterials aufgewendet. Die Transkriptionsarbeiten für die rund 150 «einheimi- schen» Urkunden konnten beendet und die diesbe- züglichen Editionsarbeiten in Angriff genommen werden. Die Arbeiten am LUB II/l gehen somit - soweit überblickbar - planmässig voran. Es ist allerdings an die im Jahresbericht 2000 gemachten grundsätz- lichen Überlegungen zu erinnern, wonach eine ex-akte 
Terminplanung bei der Erarbeitung eines Ur- kundenbuchs auf erhebliche Schwierigkeiten stösst. Insbesondere im Fall des LUB II, wo der schliesslich zu edierende Quellenbestand erst nach Abschluss der Quellensammlung endgültig feststehen wird. SONSTIGE TÄTIGKEITEN Eine 50-Prozent betragende Arbeitsstelle verlangt notgedrungen einen haushälterischen Umgang mit der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit. So konn- ten Pläne zur gewünschten Öffentlichkeitsarbeit lei- der noch nicht realisiert werden, sollten aber im nächsten Jahr hoffentlich zur Ausführung gelangen. Im Hinblick auf den geplanten Internet-Auftritt der vom Historischen Verein betreuten Projekte wurde für das LUB ein Konzept ausgearbeitet und diesbezügliche Vorarbeiten in Angriff genommen. Im Rahmen seiner Urkundenbuchtätigkeit durfte der Bearbeiter schliesslich manche Arbeiten mit Quellen- und Literaturhinweisen unterstützen. AUSBLICK Im Jahre 2003 werden die Editionsarbeiten der in den liechtensteinischen Archiven liegenden Urkun- den schwerpunktmässig weitergeführt. Dabei wer- den vor allem die Abklärungen zum Sachanmer- kungsapparat einen erheblichen Teil der zur Verfü- gung stehenden Arbeitszeit beanspruchen. Die Ar- beiten zum erwähnten Internet-Auftritt des LUB sollten im Laufe des Frühjahrs abgeschlossen wer- den, sodass Interessierten über das Internet ein in- formativer Einblick in das LUB-Unternehmen gebo- ten werden kann. Schliesslich besteht die Absicht, die schon lange Zeit gehegten Pläne, das Liechten- steinische Urkundenbuch einer interessierten Öf- fentlichkeit vorzustellen, in die Tat umzusetzen. 265
        

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