lieh ihrer Umschrift dem Departement für Volks- wirtschaft und dem Ernährungsamt der Schweize- rischen Eidgenossenschaft zuzuordnen (Nrn. 360, 361); sie stehen wohl im Kontext staatlicher Regu- lierungsmassnahmen während des Zweiten Welt- krieges.134 An weiteren Objekten liegen eine Spielmünze in der Art eines schweizerischen 20-Rappen-Stückes (Nr. 362, 1947), eine liechtensteinische Hundemar- ke (Nr. 363, 1942) und ein aus Blech gestanztes An- hängekreuz eines modernen Rosenkranzes (Nr. 364) vor. 
DIE FUNDSTELLEN Die Benderer Fundmünzen lassen sich hinsichtlich ihrer Fundumstände derzeit in drei hauptsächliche Kategorien einteilen: erstens die Münzen aus dem Inneren der Kirche Sta. Maria, zweitens die Mün- zen aus den Profangebäuden und drittens die Streu- funde. Die Münzen aus der Kirche und den übrigen Gebäuden sind stratigraphisch präzise dokumen- tiert; die Auswertung dieser Grabungsdokumenta- tion ist vorgesehen. Bei den Münzen aus dem Bereich der Gärten sowie des Nordwest- und des Nordosthanges handelt es sich um Streufunde, da aufgrund der starken Bodeneingriffe keine Strati- graphie mehr vorlag. Problematisch war die Gra- bungssituation auf dem dicht belegten Friedhof, wo die Nähe frischer Gräber den Ausgräbern enge Be- schränkungen auferlegte. So besitzt die folgende Aufstellung (vgl. S. 124-127) einen summarischen Charakter. Einen Überblick zu den Fundorten bie- tet die Karte 5. Liegen von einem Fundort sowohl aus der Kir- che als auch vom übrigen Siedlungsareal Münzen vor, kann ein Vergleich beider Komplexe das Opfer- verhalten der Kirchgänger erhellen, insofern die Unterschiede zwischen den Spektren der Kirche und der übrigen Siedlung zeigen, welche Münzen bevorzugt in der Kirche geopfert wurden.135 Das Benderer Material lässt hier keine weitergehenden Schlüsse zu, weil die Kirchenfunde und die Sied- lungsfunde verschiedene zeitliche Schwerpunkte besitzen: Handelt es sich bei den ausserhalb der 134) Vgl. Fritschi, Oskar Felix: Geistige Landesverteidigung während des Zweiten Weltkriegs. Der Beitrag der Schweizer Armee zur Auf- rechterhaltung des Durchhaltewillens. Dietikon, 1974, ab S. 118. 135) Zum Problemfeld der Kircheufunde grundsätzlich: Zäch, Benedikt: Kirchenfunde als Quelle zum Kleingeldumlauf im 15. Jahrhundert. In: Archäologie der Schweiz 15 (1992), S. 144-151. - Ein konkretes Beispiel für einen Vergleich von Kirchenfunden mit Sicdlungsfunden erlaubt das Material aus der Stephanskirche und von den übrigen Innenstadtgrabungen in Konstanz: Derschka, Konstanz, ab S. 891. - Zur Fundkategorie: Trouvailles monetaires d'eglises. Actes du premier colloque international du Croupe suisso pour 1'etude des trouvailles monetaires. Hrsg. Olivier F. Dubuis u. Susanne Frey-Kuppcr. Lausanne. 1995 (Etudes de numismatique et d'histoire monetaire. Bd. 1). 122
        

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