VOTIVBILDER AUS LIECHTENSTEIN NORBERT W. HASLER INVENTAR-NUMMER 2 Datum 1718 Technik Öl auf Leinwand Format 66,5 x 54,5 cm Bildinhalt Das Votivbild zeigt oben in der Mitte in einem Wolken- kranz die Himmelskönigin Maria zum Trost auf Dux in Schaan, mit Krone und Zepter, in rotem Gewand mit blau- em Mantel gekleidet. Sie wird links begleitet vom Apostel Johannes mit einem Kelch in der Linken, rechts vom hl. Christopherus mit dem Baumstamm in der Rechten und dem Jesusknaben auf der linken Schulter. Wie die Mutter- gottes sind auch die Heiligen - beide Schutz- und Namens- patrone des Stifters - durch ein Wolkenband von der irdi- schen Welt abgehoben. In der Bildmitte wird das Torkel- gebäude - der Unfallort - im umzäunten und ummauerten Weinberg gezeigt. An der Giebelseite des gemauerten Tor- kelgebäudes ist das Wappen des Landammann Walser dar- gestellt: eine (heraldisch) nach rechts steigende Gemse, Gold auf blauem Grund. Vor dem Holzzaun, links des Tor- kelgebäudes, kniet betend auf dem vorbeiführenden Weg der am 10. Oktober 1718 verunfallte Johann Christoph Walser. Eine grosse Rundbogenöffnung an der Längsseite des Torkelhauses zeigt den verhängnisvollen Sturz vom Torkelbett mit dem am Boden liegenden Verunfallten Inschrift Eine siebenzeilige Inschrift auf einem beidseitig gerollten Band schildert den Unfall und das Gelöbnis EX VOTO so- wie den Dank des Verunglückten: «Ano 1718 den 10 oetb: hat herr Johan Christoph Walsser alter Landaman im dorff Schan wohnhafft, in seinem aignen dorgel zue endt des tot gunst, unversehnt einen ab dem dorgelbeth auf die sarg oder Kesij einer büte Stürtzhel getahn und auf ein schulttren so hart gefallen, das ihme das gebliet in die ad-ren 
und Nerfen gefahren und ein grausamen unleident- lich Schmerzen causiert in diesem seines lebensgefahr, zue der ehr, und lob Gottes und seiner wertisten Mueter der Himelskönigin Maria ein taffei EX VOTO in die Capell auf dux Maria zuem Trost genandt verlobt und zue dieser hosten ehr und lob zu einer ewigen gedechtnus mallen und einhenchen lassen, warauff es sich nach und nach gebesert, und (:Gottlob:) keine Verlezung hinderlassen» Herkunft Dux-Kapelle Schaan Heutiger Standort Original im Liechtensteinischen Landesmuseum Bemerkungen Terra Plana, 4, 2001, S. 35; erwähnt bei Erwin Poeschel, Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein. Basel, 1950 - im folgenden zitiert als: Poeschel, Kunstdenkmäler (1950) -, S. 102; Briefmarkenausgabe in Liechtenstein vom 3. September 2001 311
        

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