VOTIVBILDER AUS LIECHTENSTEIN NORBERT W. HASLER dem nur zwei Jahre älteren Bild aus Triesen. Es er- gibt sich folgende Reihenfolge der Bilder: Als älte- stes findet sich das Marienbild aus Triesen von 1682, es folgt die frühere und 1983 wieder freige- legte Fassung von 1684 des Bildes aus der Mu- seumssammlung; 1825 entstand das Votivbild aus Balzers und 1856 folgte diesem die Übermalung des Museumsbildes von 1684. Ein weiteres Beispiel der Darstellung der Mut- tergottes mit dem Jesuskind - frei nach dem Vor- bild von Lukas Cranach - findet sich in der Pfarr- kirche Eschen. Dieses Bild stammt aus dem Jahre 1747 (Inventar-Nr. 22). Als letztes Bild im Umfeld der Votivbilder sei hier das 1923 in Wien durch den Feldkircher Maler und Restaurator Florus Scheel geschaffene Ölbild (Inventar-Nr. 28) der Vierzehn Nothelfer angeführt. Es wurde ebenfalls in die Duxkapelle in Schaan ge- stiftet. Das rechts unten bezeichnete und datierte Gemälde zeigt die Vierzehn Nothelfer um den Thron Mariens versammelt. Es trägt die Inschrift: «0 Ihr hlg. Nothelfer bittet für uns!» Neben Kirchen und Kapellen sind auch die über das ganze Land verstreuten Bildstöckchen, soge- nannte «Kappile», Stätten der Andacht und priva- ter Frömmigkeit. Mehr als sechzig solcher An- dachtsstätten sind aus Liechtenstein bekannt.40 36) Erwin Poeschet Die Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechten- stein. Basel, 1950, S. 56. 37) Das Altarbild trägt Jahrzahl und Signatur: G. W. Gresner fecit 1654. Vgl. Otto Seger: Die Altarbilder der Kapelle Unserer Lieben Frau zu Triesen. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Band 60 (1960), S. 166. - Ludwig Welti: Georg Wilhelm Gressner aus Messkirch , der Maler des Hochaltar- blattes in der Liebfrauenkapelle zu Triesen und das Schicksal seiner Tochter Anna Katharina. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Band 62 (1962), S. 103-111. 38) Erwin Poeschel (wie Anmerkung 36), S. 135. 39) Vgl. Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker, hrsg. von Hans Vollmer, Band 36. Leipzig, o.J., S. 451. - Konrad Fischnaler: Innsbrucker Chronik, Innsbruck, 1934, Band V, S. 259. 40) Hansjörg Frommelt: Kappile in Liechtenstein. In: Eintracht 1, 1996, S. 9-16, und: Eintracht 2, 1996, S. 9-24. 
Die zur Pfarrei Schaan zu- gehörigen Einwohner und Einwohnerinnen von Pro- fatscheng stifteten im Jahr 1640 dieses Kappile, wel- ches 1971 von seinem ursprünglichen Standort im Mühleholz an das «Für- stenweglein» im Duxwald oberhalb von Schaan ver- setzt wurde. Die Stiftung dieses Kappiles erfolgte aus Furcht vor der Pest. 307
        

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