La musica e finita? DER BILDBAND «LICHT UND SCHATTEN» STELLT LAND UND LEUTE IN LIECHTENSTEIN VOR GEROLF HAUSER Liechtenstein - Licht und Schatten. Fotografien Nikolaus Walter. Texte Gernot Kiermayr. GMG Verlag, Schaan, und Werd Verlag, Zürich, 2001. 204 Seiten, CHF 98.-. ISBN 3.906264-23-8 ISBN 3-85932-373-3 
Nein, «Licht und Schatten» ist keine vordergründig- platte Übersetzung des Namens Liechtenstein; so einfach haben es sich der Fotograf Nikolaus Walter und der Texter Gernot Kiermayr bei diesem unge- wöhnlich ansprechenden Bildband über das Für- stentum Liechtenstein, im GMG Verlag in Schaan so- wie im Werd Verlag in Zürich erschienen, nicht ge- macht. Und doch zeigen die Schwarz/Weiss-Bilder und aufschlussreichen Texte auf 200 Seiten in bis- her nicht vorgestellter Tief- und Hintergründigkeit die Schönheiten des Landes - und seine Wider- sprüche und Unerklärlichkeiten. Geschönte Hochglanz-Selbstdarstellungen, die sich an die immer weniger auftauchenden Touri- sten wenden, und deren Informationswert sich konsequenterweise auf immer niedrigerem Niveau bewegt, gibt es in Liechtenstein mehr als genug, auf Papier, im Video und neuerdings auch im Inter- net - man ist ja zeitgemäss. Verlagsleiter Arthur Gassner schreibt im Vorwort zu «Licht und Schat- ten»: «Es wurde immer wieder versucht, Dinge prachtvoller, grösser oder farbenprächtiger, als sie sich im wirklichen Leben darstellen, zu zeigen. Dies sollte im vorliegenden Bildband vermieden werden.» Es wurde vermieden und zugleich ge- zeigt, dass Schwarz/Weiss-Fotografien ungleich farbigere und liebevollere Möglichkeiten bieten, Stärken und Schwächen Liechtensteins darzustel- len. Kann man bei einem Bildband von «kritisch» und zugleich «objektiv» sprechen? Sind das nicht Widersprüche? Der Bildband «Licht und Schatten» vereint diesen Widerspruch. Damit sind dem Ver- lag, dem Fotografen, dem Texter und der Grafike- rin Silvia Ruppen sozusagen die Quadratur des Kreises gelungen. Manch eine/r beginnt ein Buch von hinten auf- zublättern; eine andere Möglichkeit ist, die ersten Seiten zu betrachten, um dann nach dem Ab- schluss zu suchen. «Licht und Schatten» beginnt auf fünf doppelseitigen Bildern sozusagen mit Kernaussagen: Liechtenstein, das Bergland am Rand der Rheinebene, voller Sonne und Nebel; Liechtenstein, das Märchen-Fürsten-Land, dessen Schloss millionenfach von Touristen fotografiert ist; Liechtenstein mit seiner geliebten Berg-Silhouette, 228
        

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