Gezeichnet von der Bruta- lität des Bürgerkriegs: junge Frau in Angola Pater Josef Öhri auf einer «Buschreise» in den 1950er Jahren 
dem Krieg zum Opfer, so auch Pater Emil Frick, der 1988 von einem Militärlastwagen angefahren und tödlich verletzt wurde. Pater Josef kam einige Male für kurze Zeit nach Liechtenstein zurück. Doch gerade die späteren Heimaturlaube Hessen in ihm die Erkenntnis rei- fen, dass Angola zu seiner neuen Heimat geworden war und dass er nur noch nach Liechtenstein kam, um Angehörige zu besuchen: «Ich muss auch bekennen, dass ich mich in die- ser Wohlstandsgesellschaft nicht mehr so wohl fühle. Es ist ja schön, wenn man alles im Überfluss hat. Aber ich finde, dass meine Armen in Angola fröhlicher und dankbarer sind für das wenige, das sie haben» (S. 213). Gesundheitlich geschwächt blieb Pater Josef dann ab 1993 für drei Jahre in Liechtenstein. Als er sich im Mai 1996 wieder gestärkt fühlte, stellte er fest: «Ich habe nur noch eine schwere Krankheit, näm- lich das grosse Heimweh nach Angola» (S. 228). BRUDER MARZELLIN TSCHUGMELL UND PATER EMIL FRICK Thomas Spielbüchler stellt in zwei separaten Kapi- teln das Wirken von Bruder Marzellin Tschugmell sowie von Pater Emil Frick vor (S. 237-252 bezie- hungsweise S. 253-270). Die beiden Balzner Or- densleute sind neben Pater Josef Öhri aus Ruggell die wichtigsten Liechtensteiner Missionare in An- gola gewesen. Bruder Marzellin (verstorben 1987) bereitete sich für seinen insgesamt 42 Jahre dau- ernden Einsatz durch eine intensive Ausbildung zum Schreinermeister vor. Auf der Missionsstation Ganda in Angola festigte er ab 1955 seinen Ruf als hervorragender Planer und Bauleiter. Bruder Mar- zellin hatte auch noch andere Wirkungsstätten in Angola, so in Cubal, in Caluquembe und in Catum- bela. Thomas Spielbüchler berichtet über Bruder Marzellins ständigen Kampf gegen Materialmangel und bürokratische Hindernisse. Doch der Bau mehrerer Kirchen sowie die Einrichtung einer grossen Schreinerei in Catumbela stellen eine ein- 202
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.