Zeichensaal in der Firma Hilti AG in Schaan, um VOLLZUGSNOTSTAND IM INNERN 1966 Auf dem Hintergrund des Einwanderungsabkom- mens mit Italien und der sich innerhalb der Eu- ropäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) her- ausbildenden Freizügigkeit im Personenverkehr wandelte sich das Selbstverständnis der ausländi- schen Arbeitnehmer. Der Familiennachzug wurde zunehmend als Recht begriffen, das den ausländi- schen Arbeitnehmern zustehe. Dies hatte zur Kon- sequenz, dass immer mehr ausländische Arbeits- kräfte ein Gesuch auf Familiennachzug stellten, auch wenn sie nicht in die Kategorie der Hochqua- lifizierten fielen. Oder sie zogen ihre Familie ein- fach nach. Die Angst vor aussenpolitischen Reak- tionen verunmöglichte es den Behörden, die Gesu- che abzulehnen oder die illegal anwesenden Fami- lienangehörigen auszuweisen. Die Folge war ein Vollzugsnotstand, der die Behörden zunehmend unter Handlungsdruck setzte. DIE POSITIONEN DER EINZELNEN AKTEURE Die Interessenvertretungen der Industrie und des Gewerbes forderten seit Jahren eine moderate Li- beralisierung des Familiennachzugs. Das Gewerbe 170
        

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