DIE VADUZER HEXENPROZESSE AM ENDE DES 16. JAHRHUNDERTS / MANFRED TSCHAIKNER gen im Herbst 1598.'' Am 5. Oktober dieses Jahres erhielten Geschworene aus verschiedenen Gemein- den einen Audienztag vor dem Landvogt, den Land- ammännern beider Landschaften und dem Land- schreiber, wobei sie ihre Klagen über bestimmte Personen vorbrachten, die bei ihnen der Hexerei verdächtigt wurden. Peter Kaiser schreibt zwar, dass im Anschluss daran gegen die Angeklagten «der Prozeß eingelei- tet» worden sei, verflüchtigt sich jedoch bei den weiteren Ausführungen in zeittypische Gemeinplät- ze. So scheint er die Verbrennung etlicher Hexen nur daraus abgeleitet zu haben, dass es sehr schwer war, «von einer solchen Anklage sich zu 
Bartholomäus Anhorn der Ältere erwähnt in seiner Chronik, dass Hexenpro- zesse in Vaduz im Februar 1598 drei weitere Todes- opfer forderten. 4) Tschaikner, Manfred: «Damit das Böse ausgerottet werde» - Hexenverfolgungen in Vorarlberg im 16. und 17. Jahrhundert. Bre- genz, 1992 (Studien zur Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs 11). S. 163. 5) Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Band 4. Frauenfeld. 1901, Sp. 237. 6) Anhorns Chronik, S. 275. 7) Ebenda, S. 288. 8) «Den 9. Octobris hatt man zu Chur den Ch. Mal., einen sodomit- ten, mitt dem schwärt gericht und verbrent.» - Anhorns Chronik, S. 303. 9) Kaiser, Peter: Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein. Nebst Schilderung aus Chur-Rätien's Vorzeit. Chur, 1847. Neu hrsg. von Arthur Brunhart. Vaduz, 1989. Band 1, S. 386-388. 151
        

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