geller beitreten».364 Lehrer Alfons Kranz machte anlässlich dieser Versammlung die Anregung, man möge doch die im Anhang zur Arbeit über Bendern gemachten Ausführungen über Ruggell zu einer Ruggeller Dorfmonographie ausgestalten. Johann Baptist Büchel lud daraufhin Lehrer Kranz zur Mit- arbeit ein. Josef Ospelt regte generell die Erstellung von Gemeindegeschichten in Liechtenstein an: «Be- sonders die Herren Volksschullehrer wären dazu berufen» und «Sonderabdrucke aus dem Jahrbuch sollten in die Gemeinden hinaus. Junge Kräfte soll- ten mehr mitarbeiten». Eugen Nipp verwies in die- sem Zusammenhang auf die historisch belegte Ver- bundenheit der links- und rechtsrheinischen Nach- barschaft am Beispiel Ruggell-Rüthi.365 Wegen der am 25. und 26. September 1927 er- folgten Hochwasserkatastrophe in Liechtenstein wurde die auf den 9. Oktober nach Triesen be- stimmte Jahresversammlung abgesagt.366 Mittler- weile war der Vereinsvorsitzende Johann Baptist Büchel «ernstlich erkrankt».367 Er verstarb am 14. November desselben Jahres.368 Zum besonderen Andenken an seinen verstorbenen Vorsitzenden lud der Historische Verein auf den 26. Februar 1928 zu einer Erinnerungsfeier und ausserordent- lichen Versammlung nach Triesen.369 Am 7. Oktober 1928 fand dann die ordentliche Jahresversammlung im Gasthaus «Löwen» in Va- duz statt. Aus Anlass des Regierungsjubiläums von Fürst Johann II. war der Saal «geschmückt mit der von Girlanden geschmückten Büste des Landes- fürsten». Stellvertretend für den Fürsten nahmen Prinz Karl und seine Gemahlin am Festakt teil. Hof- kaplan Alfons Feger referierte über die 70-jährige Regierungszeit des betagten Fürsten. Der Vereins- vorsitzende Josef Ospelt hob den Wunsch des Fürs- ten hervor, «die Liechtensteiner möchten friedlich zusammenleben». Es sei hier besonders auch der Historische Verein, der «unpolitisch, auf das Frie- densziel des Fürsten hinarbeite. Seine Durchlaucht Prinz Karl möge dem Jubelfürsten diese Versiche- rung und den Schwur der steten Treue übermit- teln».370 Anlässlich der Ausschuss-Sitzung vom 5. Sep- tember 1936 konnte das Datum für die kommende 
Jahresversammlung noch nicht festgesetzt wer- den, da die Gefahr der Kinderlähmung drohte.371 Schliesslich konnte die Versammlung am 8. No- vember 1936 abgehalten werden. An dieser Ver- sammlung in Eschen hob der Vereinsvorsitzende «die grosse Teilnahme aus der Lehrerschaft» lo- bend hervor.372 Am 26. September 1937 fand die Eröffnung des Binnenkanals im Unterland statt, und folglich wur- de die für dieses Datum angesetzte Jahresver- sammlung auf den 11. Oktober verschoben. Aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums der Verfassung von 1862 referierte der Vereinsvorsitzende Josef Ospelt über die Verfassungsgeschichte.373 Lehrer Egon Kranz wies an der Jahresversamm- lung 1938 auf Versteinerungen in Planken hin. Ebenfalls plädierte er für die notwendige Erar- beitung einer kurzgefassten Geschichte Liechten- steins.374 Fürst Franz Josef II. nahm 1939 erstmals an einer Jahresversammlung des Historischen Vereins teil.375 Der Landesfürst bekundete auch später durch den oftmaligen Besuch der Jahresversamm- lungen sein Interesse für die Aktivitäten des Histo- rischen Vereins.376 Im Gedenken an den 100. Geburtstag von Fürst Johann II. würdigte der Vereinsvorsitzende Josef Ospelt diesen Monarchen an der Jahresversamm- lung vom 20. Oktober 1940.377 Regierungschef Josef Hoop ergänzte den Vereinsvorsitzenden: «Wie wir immer zum Fürsten Zuflucht genommen haben, wollen wir auch heute in diesen schweren Tagen des Krieges vor das Grab des teuren Fürsten treten und ihm versprechen, sein Erbe hoch zu halten und ihn bitten, dass sein verklärter Geist Fürst und Volk den rechten Weg weisen möge in unseren schweren Tagen und einer glücklichen Zu- kunft entgegen führen [möge]».378 An dieser Jah- resversammlung von 1940 wurde in Aussicht ge- stellt, die kommenden Versammlungen in anderen Gemeinden abzuhalten; doch gelte sonst die Regel, jede fünfte Versammlung in Vaduz durchzufüh- ren.379 Der Vereinsvorsitzende schloss die Ver- sammlung mit den Worten: «Möge der Verein auch in Zukunft arbeiten im Sinne: Fürst, Heimat und 86
        

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