Der Vereinsvorsitzende Rupert Quaderer eröffnet die Festversammlung zum 100-Jahr-Jubiläum des Historischen Vereins Blick in den voll besetzten Vaduzer Rathaussaal, in welchem die Jubiläums- versammlung abgehalten wurde 
ständnis Bahn brechen.» Dies geschah in grossem Ausmasse durch die bisher publizierten Jahr- bücher, 99 an der Zahl - der im Herbst erscheinende 100. Band wird sich der Vereinsgeschichte widmen. Dieses Bestreben - nämlich dem Verständnis Bahn zu brechen - wurde aber auch durch weitere Aktivitäten intensiviert. Der Historische Verein kann neben der Publikation der Jahrbücher ein weiteres breit gefächertes und vielstrahliges kultu- relles Wirken vorweisen. Dazu gehören etwa die Anstösse für die Gründung eines Landesmuseums, die Umsetzung der archäologischen Feldforschung, die Forderung nach einem Urkundenbuch und die Übernahme von dessen Trägerschaft, die Aufarbei- tung der Kunstdenkmäler in Liechtenstein, das Projekt eines Historischen Lexikons für das Fürs- tentum Liechtenstein, die Aufnahme und wissen- schaftliche Bearbeitung der Orts- und Flurnamen Liechtensteins und in der Folge auch der Personen- namen, die sprachgeschichtliche Untersuchung un- seres Gebietes in Zusammenarbeit mit Vorarlberg. Dies alles sind umfangreiche, aufwendige und langdauernde Unternehmungen. Dazu kommt eine eindrückliche Reihe von Monographien, die im Ver- lag des Historischen Vereins erschienen sind: Wie- derherstellung von Schloss Vaduz, Fabriklerleben, Nach Amerika!, 1342, Krisenzeit (Liechtenstein in den Dreissigerjahren), Kaufvertrag der Herrschaft Schellenberg 1699, Der prähistorische Siedlungs- platz Schellenberg-Borscht. Zu erwähnen ist auch, dass der Historische Ver- ein in Zusammenarbeit mit dem «Vorarlberger Lan- desmuseumsverein» im Jahre 1915 eine «Histori- sche Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein» begründete, die grenzüberschreitende Geschichts- forschung zum Ziel hatte. Sie wollte «die landesge- schichtliche Forschung beider Länder durch Her- ausgabe der grundlegenden Quellen und Erfor- schung wichtiger Einzelfragen» fördern. Der Land- tag beschloss in diesem Zusammenhang, einen Landesbeitrag für drei Jahre von je 200 Kronen zu gewähren, «da unser Land an dem Zustandekom- men des Werkes auch grosses geschichtliches Inter- esse habe». Wohlgemerkt im Jahre 1916, als die ne- gativen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf 4
        

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