1901 BIS 2001: DIE ERSTEN HUNDERT JAHRE DES HISTORISCHEN VEREINS / KLAUS BIEDERMANN te Erhöhung waren auch diesmal die Jahrbuch- Kosten. Der Vereinsvorstand wollte die Differenz zwischen den Herstellungskosten des Buches und dem Mitgliederbeitrag ausgleichen.232 Im Jahr 1971 stieg der Mitgliederbeitrag von 15 auf 20 Franken. Der Studentenbeitrag wurde gleichzeitig von fünf auf zehn Franken verdop- pelt.233 Doch bereits zwei Jahre später, 1973, sah sich der Verein infolge finanzieller Engpässe ge- zwungen, den ordentlichen Mitgliederbeitrag er- neut anzuheben, und zwar von 20 auf 30 Fran- ken.234 Nachdem an der Jahresversammlung 1989 neu die Mitgliederkategorie «Juristische Person» im Sinne einer Körperschaft als Kollektivmitglied eingeführt wurde, passte man die Jahresbeiträge nochmals an: Natürliche Personen bezahlten nun 50 Franken, juristische Personen 100 Franken so- wie Studentinnen und Studenten 25 Franken.235 Die bisher letzte Erhöhung der Jahresbeiträge wur- de 1995 beschlossen: Für natürliche Personen beläuft sich der Mitgliederbeitrag seither auf 75 Franken, währenddem juristische Personen 150 sowie Studentinnen und Studenten nunmehr 40 Franken zu bezahlen haben. Die Mitgliederbeiträge bildeten zwar immer ei- nen wesentlichen Teil der Vereinseinnahmen. Doch war der Verein immer auch auf «freiwillige Verga- bungen aller Art»235 angewiesen, sonst hätte er die stolze Jahrbuch-Reihe von mittlerweile 100 Bän- den und vieles andere nicht verwirklichen können. Die finanziellen Beiträge kamen stets auch vom Land und den Gemeinden, vom Fürstenhaus und von privaten Sponsoren. Die folgenden Ausführun- gen geben einen groben Überblick zu den diesbe- züglich eingetroffenen Geldern. BEITRÄGE DES LANDES LIECHTENSTEIN An der Sitzung vom 26. August 1901 bewilligte der Landtag dem Historischen Verein eine jährliche Landessubvention von 200 Kronen.237 Diese Lan- dessubvention wurde in dieser Höhe und Währung bis ins Jahr 1920 entrichtet. Dieselbe jährliche Un- terstützung kam auch vom Landesfürsten. Die Mit-gliederbeiträge 
und diese beiden Subventions- beiträge dienten, zum Teil relativ knapp, zur Deckung der Jahrbuch-Kosten. Damit wird klar, dass mit den Mitgliederbeiträgen allein das Jahr- buch niemals zu finanzieren war. Ein Blick auf die Rechnungsjahre 1901 bis 1918 verdeutlicht dies: Die Jahrbuch-Produktion in diesem Zeitraum kos- tete zwischen 479 Kronen (Band 9) und 880 Kro- nen (Band 18), im Durchschnitt 710 Kronen. Der Anteil der beiden Subventionsbeiträge (Land und Fürst) an den Gesamteinnahmen des Vereins be- trug in diesen Jahren zwischen 39 und 45 Prozent, also beinahe die Hälfte der jeweiligen Jahresein- nahmen. Mit den Mitgliederbeiträgen konnte folg- lich nur etwas mehr als die Hälfte des Jahresbud- gets gedeckt werden.238 221) JBL 1 (1901), S. 272, Statuten, Paragraph 3. Der Betrag von vier Kronen wurde in den Satzungen von 1912 bestätigt: vgl. JBL 12 (1912). S. 146, Paragraph 4. 222) JBL 20 (1 920). Vereinschronik. S. 91. 223) JBL 26 (1926). Vereinschronik. S. 136. 224) JBL 28 (1928). Vereinschronik. S. 179. 225) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 9. Mai 1940. 226) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 21. November 1940. 227) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 16. Oktober 1941. 228) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 1. März. 1943. 229) Protokoll der Jahresversammlung vom 3. Oktober 1943 in Mauren. 230) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 9. Oktober 1944. 231) JBL 48 (1948). Vereinschronik, S, 109, sowie Protokoll der Vorstandssitzung vom 28. Oktober 1958. 232) JBL 64 (1965), Vereinschronik, S. 266. 233) Protokoll der Vorstandssitzung vom 24. Juni 1971. 234) JBL 73 (1973), Vereinschronik. S. 288. 235) Protokoll der Vorstandssitzung vom 15. März 1989. 236) JBL 1 (1901), S. 272, Statuten von 1901, Paragraph 4. 237) JBL 1 (1901), S. 273 f. 238) Vgl. JBL 1 (1901) bis und mit JBL IS (1918), Jahresrechnungen in der jeweiligen Vereinschronik. Der Einfachheit halber werden hier in diesem Bericht Kreuzer- und Rappenbeiträge generell jeweils auf- oder abgerundet. 63
        

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