1901 BIS 2001: DIE ERSTEN HUNDERT JAHRE DES HISTORISCHEN VEREINS / KLAUS BIEDERMANN Im Jahr 1910 waren 132 Personen Mitglieder des Historischen Vereins. Die Universitätsbiblio- thek Wien trat damals als erstes ausländisches Kol- lektivmitglied dem Verein bei.126 1911 wurde der Verein der Vorarlberger in Wien ebenfalls Kollek- tivmitglied beim Historischen Verein für das Fürs- tentum Liechtenstein.127 Die Lesevereine von Trie- sen und Triesenberg meldeten 1912 ihre Mitglied- schaft an.128 Mit der Preussischen Staatsbibliothek in Berlin wurde 1914 eine weitere ausländische Institution Kollektivmitglied des Historischen Ver- eins.129 Im Jahr 1918 wurde der Liechtensteiner Verein in St. Gallen als weiteres Kollektivmitglied aufgenommen,130 ebenso 1921 die Landes-Lehrer- bibliothek in Vaduz.131 Ende 1925 zählte der Verein 233 Mitglieder: Acht Mitglieder des fürstlichen Hauses, elf Gemein- den, fünf Vereine, drei Bibliotheken sowie 198 an- dere Mitglieder. Von diesen letzteren waren 156 Liechtensteiner, zehn Schweizer, zwölf Reichsdeut- sche, und 20 waren Angehörige von Deutschöster- reich beziehungsweise der Tschechoslowakei.132 Der Jünglingsverein Schaan trat 1928 dem His- torischen Verein bei.133 Relativ spät, im Jahr 1933, traten dann die 14 liechtensteinischen Volksschu- len,134 die Landesschule in Vaduz sowie die Se- kundärschule Eschen dem Historischen Verein als Kollektivmitglieder bei; als weitere Schule wurde 1938 das Collegium Marianum - das spätere Liech- tensteinische Gymnasium - Vereinsmitglied.135 Elf Roverrotten des fürstlich-liechtensteinischen Pfad- finderkorps traten 1939 dem Historischen Verein bei.13'1 Das Institut (Kloster) St. Elisabeth in Schaan wurde 1942 Kollektivmitglied beim Historischen Verein.137 Der Mitgliederbestand stieg 1933 insgesamt von 258 auf 273 Personen, obwohl 13 Mitglieder in diesem Jahr aus dem Verein austraten. Von den Ausgetretenen war der grössere Teil Ausländer, welche ihren Schritt mit der schweren wirtschaft- lichen Lage in ihren Ländern begründeten.138 Aus ähnlichen Beweggründen traten auch im folgen- den Jahr insgesamt 21 Mitglieder aus dem Verein aus. Die gesamte Mitgliederzahl schrumpfte 1934 auf 263 Personen.139 Infolge Schwierigkeiten bei 
120) Protokoll der Vorstandssitzung vom 15. März 1989. 1 21) Ein möglicher Ausschluss aus dem Verein wurde 1989 statuta- risch wie folgt neu geregelt: «Auf Antrag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung Mitglieder ausschliessen, die den Zielen des Vereins zuwiderhandeln oder den Verpflichtungen gegenüber dem Verein trotz schriftlicher Mahnung nicht nachkommen»; vgl. Ver- einsstatuten von 1950, Paragraph 3 und Paragraph 8, Abschnitt h. Vorher hatte es noch geheissen: «dem Vereinsvorstand obliegt der Ausschluss von Mitgliedern, die gröblich gegen die Statuten und Ziele des Vereins sich verfehlen», 122) JBL 13 (1913), Vereinschronik, S. 57 f. 123) Der Fürst und mehrere Mitglieder des Hauses Liechtenstein sind von 1902 an stets Vereinsmitglieder gewesen. Thronfolger Prinz Franz Josef von und zu Liechtenstein wurde im Jahr 1932 Mitglied des Historischen Vereins: vgl. JBL 32 (1932), Vereinschronik, S. 95. 124) JBL 2 (1902), Mitgliederverzeichnis, S. 304. 125) JBL 3 (1903), Mitgliederverzeichnis. S. 213. 126) JBL 10 (1910). Vereinschronik, S. 185; ab 1928 wurde die Universitätsbibliothek Wien nicht mehr als Mitglied, sondern als Tauschschriftonpartnerin genannt, 127) JBL 11 (1911). Mitgliederverzeichnis, S. 183; diese Mitglied- schaft dauerte bis 1930. 128) JBL 12 (1912), Vereinschronik, S. 143; der Leseverein Triesen wurde bis 1936, der Leseverein Triesenberg bis 1937 und der Leseverein Vaduz, bis 1947 als Mitglied geführt. 129) JBL 14 (1914), Vereinschronik. S. 148. Die Preussische Staats- bibliothek in Berlin wurde bis 1956 als Vereinsmitglied genannt. 1 30) Austritt im Jahr 1933. Wiedereintritt 1938. 131) JBL 18 (1918). Vereinschronik, S. 80, sowie JBL 20 (1920). Vereinschronik. S. 133. 1321 Feger, Alfons: Die ersten 25 Jahre unseres Historischen Vereins 1900/1925. In: JBL 25 (1925), S. 2. 133) JBL 28 (1928), Vereinschronik, S. 181. Der Schaaner Jünglings- verein, später Jungmannschaft genannt, wurde bis 1967 als Vereins- mitglied geführt. 134) Die Schulen aller elf Gemeinden plus Schaanwald, Nendeln und Vaduz-Möliholz, ab 1940 als Vaduz-Ebaholz geführt. 1 35) JBL 33 (1933), Vereinschronik. S. 1 39 beziehungsweise JBL 38 (1938). Vereinschronik, S. 152. Die Mitgliedschaft der Landesschule in Vaduz ging 1953 auf die Realschule Vaduz über. 136) Von allen Gemeinden ausser Planken, da es dort keine Rover- rotte gab, sowie die Roverrotte von Nendeln; vgl. JBL 39 (1939). Vereinschronik, S. 119. Im Jahr 1949 waren noch die Rotten von Eschen, Mauren, Ruggell, Schaan und Vaduz beim Historischen Verein dabei. 1955 nur noch die Rotten von Schaan und Vaduz und 1980 nur noch die Rover-Rotte von Schaan. 137) JBL 41 (1941). Vereinschronik. S. 160. sowie JBL 42 (1942), Vereinschronik, S. 93. 138) JBL 33 (1933). Vereinschronik. S. 139. 139) JBL 34 (1934), Vereinschronik. S. 135. 51
        

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