in hohem Grade anziehend und interessant. Der neu zu gründende Verein solle mit dem nun begon- nenen neuen Jahrhundert ins Leben treten und sei berufen, die Geschichte unseres Heimatlandes und unserer Vorfahren in den vergangenen Jahrhun- derten zu erforschen. Dies sei sicherlich ein ideales Ziel. Unserem Lande wurde durch das Walten der Vorsehung eine ganz eigenartige geschichtliche Entwicklung beschieden. Es habe eine interessante Vergangenheit und erfreue sich in seinem jetzigen Zustande einer glücklichen Gegenwart.» Albert Schädler fuhr fort: «Die Geschichte sei die Lehrmeisterin der Völker. Durch das Studium der Vergangenheit lernen wir die Gegenwart begreifen und damit eröffne sich ein Blick in die Zukunft. Be- sonders das kulturgeschichtliche Gebiet sei bei uns noch wenig erforscht und lade zu Studien ein. An Material dazu fehle es uns nicht, dasselbe müsse aber zum guten Theile noch gesammelt werden, und dies sei nur durch vereinte Kräfte erreichbar. Zu einer gründlichen und quellenmässigen Erfor- schung der Geschichte unseres Landes sei daher das Zustandekommen eines historischen Vereins geradezu Bedürfnis. Die für unsere Verhältnisse über Erwarten zahlreiche Betheiligung, welche die Einladung gefunden habe, sei wohl der beste Be- weis, dass der ideale und zeitgemässe Plan, einen solchen Verein zu gründen, vielseitig gebilligt wer- de.»2 Im Anschluss an die einleitenden Worte von Albert Schädler wurden die Vereinsstatuten bera- ten und «mit einigen kleinen Abänderungen» ge- nehmigt.3 Den Statuten zufolge war es das Ziel des neuen Vereins, «die vaterländische Geschichts- kunde zu fördern».4 Die Vereinsstatuten erhielten 
mit Regierungsbeschluss vom 22. Februar 1901 die behördliche Genehmigung.5 Aus seiner Mitte wählte der Verein einen Vor- stand, bestehend aus einem Vorsitzenden, einem Schriftführer, einem Kassier und zwei anderen Mit- gliedern. Die Aufgabe des für fünf Jahre gewählten Vereinsvorstandes wurde wie folgt definiert: «[Er] hat die Beschlüsse des Vereines zu vollziehen und insbesondere die Redaktion des Jahrbuches zu be- sorgen. »'' Die Beschlüsse wurden an den Vereins- versammlungen mit Stimmenmehrheit der anwe- senden Mitglieder gefasst.7 Folgende Personen wurden an der Gründungs- versammlung in den Vereinsvorstand gewählt: Al- bert Schädler, zugleich Vorsitzender; Landesvikar und Kanonikus Johann Baptist Büchel, Schriftfüh- rer; Oberlehrer Alfons Feger, Kassier, sowie als weitere Mitglieder Fürstlicher Kabinettsrat Karl von In der Maur und Egon Rheinberger.8 34
        

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