LIECHTENSTEINISCHES LANDESMUSEUM 2000 Jahresbericht 2000 STIFTUNGSRAT In vier Sitzungen hat der Stiftungsrat des Liechten- steinischen Landesmuseums die statutarisch festge- legten Geschäfte wahrgenommen. Eine gesonderte Sitzung war dem Stand und Ablauf des Projekts «Renovation und Erweiterung Liechtensteinisches Landesmuseum» und dem Projekt «Dauerausstel- lung» gewidmet. Anlässlich der Sitzung vom 27. No- vember 2000 nahm der Stiftungsrat einen Augen- schein im eigens errichteten «Musterraum» beim Architekturbüro Brunhart, Brunner und Kranz in Balzers und nahm kritisch Stellung zu diesbezügli- chen Detailfragen wie Materialisierung, Ausstat- tung, Akustik und Beleuchtung. Weitere Schwer- punkte waren Fragen zur künftigen Personalstruk- tur und zum Betriebskonzept. MUSEUMSKOMMISSION Die Museumskommission befand an zwei Sitzun- gen über zahlreiche Ankäufe, Schenkungen und Zuwendungen, diskutierte das in Ausführung be- findliche Bauprojekt, die künftige Ausstellungspoli- tik des Liechtensteinischen Landesmuseums sowie laufende Projekte des Museums. Ebenso wie der Stiftungsrat nahm auch die Museumskommission nach dem Besuch des «Musterraums» in Balzers zu verschiedenen Fragen Stellung. MUSEUMSVERWALTUNG Neben administrativer und organisatorischer Mu- seumsarbeit sowie reger Beratertätigkeit der Mu- seumsverantwortlichen für zahlreiche Projekte und Publikationen, privater und öffentlicher Institutio- nen, stand die Planungsarbeit der laufenden Bau- arbeiten im Mittelpunkt des Jahres 2000. Grundlegend konnte die EDV-Struktur der Mu- seumsverwaltung verbessert werden. Im Zuge der Neustrukturierung entschied sich die Museumslei- tung für die Einführung und den künftigen Einsatz in Verwaltung und vornehmlich der Sammlungsbe-arbeitung 
für das Programm MuseumPlus der Fir- ma Zetcom in Bern. Mehrere Einführungsseminare vor Ort dienten dem Museumspersonal, sich in das Programm einzuarbeiten und sich mit der Anwen- dervielfalt vertraut zu machen. Über dasselbe Pro- gramm verfügt bereits die Fürstliche Sammlung. Das Kunstmuseum Liechtenstein und das Walser- museum Triesenberg sind ebenfalls dabei, dies für ihre Zwecke einzuführen. Es wäre wünschenswert, wenn weitere kulturhistorische Sammlungen in den Gemeinden des Landes mit demselben Pro- gramm erfasst würden. Diesbezügliche Kontakte wurden seitens der Museumsleitung bereits ver- schiedentlich aufgenommen. Im Rahmen einer Konferenz der Vorsitzenden der Kulturkommissio- nen der Gemeinden, in Anwesenheit von Frau Re- gierungsrat Dr. Andrea Willi, vom 6. April 2000 in Vaduz, hatte der Museumsleiter die Gelegenheit, über die Sammlungstätigkeit des Liechtensteini- schen Landesmuseums in Bezug auf die Kulturgü- tersammlungen der Gemeinden zu referieren. Die anschliessende Diskussion war für beide Seiten nützlich und gewinnbringend. Eine Koordination der gemeinsamen Bemühungen um den Erhalt des kulturellen Erbes unseres Landes liegt im allseiti- gen Interesse. Eine einheitliche und koordinierte Erfassung aller Sammlungsbestände, sowohl des Landes wie der Gemeinden, wäre dazu die entspre- chende Grundlage. Im Hinblick auf die Eröffnung des Kunstmu- seums Liechtenstein (12. November 2000) wurde das Angebot des 1997 begonnenen Projektes «Ei- genkollektion - Museumsshop Liechtensteiner Mu- seen», das gemeinsam vom Landesmuseum und Kunstmuseum geleitet wird, um zwei Objekte er- weitert: eine Uhr in limitierter Auflage von 200 Ex- emplaren nach einem Entwurf des Liechtensteiner Künstlers Martin Walch (*1960 in Vaduz), und ei- ner Baumwolldecke in fünf Farben, speziell zur Eröffnung des Kunstmuseums Liechtenstein von Imi Knoebel (*1940 in Dessau) entworfen. Das Jahr 2000 entwickelte sich in Bezug auf das laufende Bauprojekt des Landesmuseums zu einem Jahr der Weichenstellungen sowohl in architekto- nischer wie in ausstellungstechnischer Hinsicht. 343
        

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