HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2000 Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein TÄTIGKEITSBERICHT 2000 Da im Jahre 2000 mit Band III (Konsonantismus und Morphologie) begonnen werden sollte, musste zunächst das umfangreiche Material neu geordnet werden. Beim Konsonantismus ging es zunächst um die Darstellung der sogenannten Auslautver- härtung, wo die Mundart des Triesenbergs eine Sonderstellung hat {gras «Gras», rad «Rad» usw. anstatt glaas, raad wie im übrigen Liechtenstein). Gleichzeitig konnte auch der Schwund des «d» be- handelt werden [hann «Hand», kinn «Kind», fäll «Feld» im Liechtensteiner Unter- und Oberland). Und anderes. Es wurden die Druckvorlagen für die 32 Karten der ersten Lieferung von Band III fertig- gestellt, ebenso die Kommentare und deren Rein- schrift sowie die Kodierungslisten für den Karten- druck. Am 29. Mai 2000 konnte ich alle Unterlagen nach Zürich bringen. Gleichzeitig waren noch die letzten Korrekturen der fünften Lieferung von Band IV durchzuführen, die inzwischen gedruckt und ausgeliefert worden ist. Im Anschluss daran wurden die restlichen Kar- ten für die romanischen Reliktwörter, welche für die sechste und letzte Lieferung von Band IV be- stimmt waren, fertiggestellt und die Kommentare dazu verfasst, wobei ich mich hierzu auf Vorarbei- ten von Dr. Hubert Klausmann stützen konnte. Es handelt sich dabei auch um Liechtensteiner Roma- nismen wie Särrele «Zaundurchlass», Stärrile «jun- ge Ziege», pass «welk» (vom Gras), und andere. Da Dr. Llubert Klausmann inzwischen sein Manuskript von Band V mir in Bregenz überreicht hat, wurde in Absprache mit Herrn Dr. Arno Ruoff beschlos- sen, den Platz in der sechsten Lieferung von Band IV der Darstellung von alten und jungen Lehnwör- tern vorzubehalten, zum Beispiel «Katarrh» (in Liechtenstein Strauche beziehungsweise Struuch- le), «Marmelade» (in Liechtenstein noch Latwäri), die «Reisigwelle» (in Liechtenstein Bürdelein oder Büschelein). Weiters sollen die sogenannten Klein- wörter dargestellt werden, namentlich Adverbien wie «schnell», auch in Liechtenstein noch weidlich, mundartlich wälli, wädli, aber ebenso Pronomina wie «nicht», «nichts», «weg», «niemand», «etwas», und andere. 
Diese Karten waren deswegen sehr arbeitsauf- wendig, da noch die Listen aus dem Originalmate- rial herausgeschrieben werden mussten und zu- dem reichhaltiges Spontanmaterial zu berücksich- tigen war. Für Liechtenstein gab es nur für zwei Karten bereits etwa 300 Belege pro Ort! Anschlies- send habe ich noch die Fotos für den Abbildungs- band vorbereitet. Am 28. September 2000 wurden die Druckvorlagen für die sechste Lieferung von Band IV nach Zürich gebracht. Somit ist die Dar- stellung der romanischen Reliktwörter abgeschlos- sen. Für das Kapitel «Kleinwörter» fehlen noch zehn Karten, die aus budgetären Gründen erst 2001 gedruckt werden können, wofür ich die Ge- nehmigung von Bregenz erst am 11. Januar 2001 erhalten habe. Ich besorgte auch die Reinschrift für die Kommentare sowie die Kodierungslisten, eben- so schloss ich die Korrektur der Kommentare ab. Die Kommentare für die Karten konnte ich indes- sen erst am Jahresende abschliessen, da mir das entsprechende Kartenmaterial erst am 23. Dezem- ber 2000 nach Wangen geschickt worden war. Für den Band IV waren zudem noch die Inhaltsver- zeichnisse und die Vorworte für den Karten- wie auch für den Kommentarband zu verfassen. Wangen, 3. Februar 2001 VORARLBERGER SPRACHATLAS MIT EINSCHLUSS DES FÜRSTENTUMS LIECHTENSTEIN Professor Dr. Eugen Gabriel ANSCHRIFT Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürsten- tums Liechtenstein Flandernstrasse 13/1 D-88239 Wangen im Allgäu Tel. 0049/7522/809 11 Fax 0049/7522/293 Ol 339
        

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