HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2000 Projekt «Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein» TÄTIGKEITSBERICHT 2000 Das Projekt zur Neubearbeitung des Buches «Kunstdenkmäler des Fürstentums Liechtenstein» steht unter der Trägerschäft des Historischen Ver- eins für das Fürstentum Liechtenstein. Es wurde im Berichtsjahr wie seit Beginn der Arbeiten im Oktober 1999 auf der Basis eines auf fünf Jahre ausgerichteten Werkvertrages von der Kunsthisto- rikerin Dr. Cornelia Herrmann betreut. Die redak- tionelle Zusammenarbeit des Buchprojektes erfolgt mit der Gesellschaft für Schweizerische Kunstge- schichte (nachfolgend: GSK) in Bern, die bereits seit Jahrzehnten (siehe unten) für die Herausgabe der Reihe «Kunstdenkmäler der Schweiz» verant- wortlich zeichnet. Zuletzt erschien die Reihe im Wiese Verlag, Basel. Ab dem 1. März 2001 wird die Herausgabe im Eigenverlag der GSK erfolgen. VORGESCHICHTE Die GSK übernahm 1927 die Aufgabe, die Kunst- denkmäler der Schweizer Kantone in einer Folge von Inventarbänden zu publizieren. Im Jahr 1950 erschien als Jahresgabe in der Reihe «Kunstdenk- mäler der Schweiz» der von Dr. Erwin Poeschel (*1884; fl965) bearbeitete Sonderband «Kunst- denkmäler des Fürstentums Liechtenstein», dem noch heute grundlegende Bedeutung für die Erfor- schung der Kunstgeschichte des Fürstentums Liech- tenstein und seiner elf Gemeinden zugesprochen werden kann. Der Autor erfasste neben wenigen Profanbauten vor allem kirchliche Denkmäler und Burgen sowie deren Inventar. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat der Begriff des Kunstdenk- mals jedoch eine bedeutende Erweiterung erfah- ren. Neue Kategorien, wie Industriebauten, Brü- cken und Bauten des Historismus, Leistungen des frühen 20. Jahrhunderts finden heute neben The- men wie Bauten im Ensemble oder Siedlungsent- wicklung verstärkte Beachtung. Restaurierungen führten vor allem in den letzten Jahren zu neuen Entdeckungen und die Forschung hat sowohl auf archäologischem, historischem und denkmalpfle- gerischem Gebiet neue Erkenntnisse zu Tage geför-dert. 
Zudem hat sich Liechtenstein in den letzten fünf Jahrzehnten wirtschaftlich und architekto- nisch grundlegend gewandelt. Eine Grosszahl der neuen Kulturgüter entstand in der Zeit nach 1920 mit einer Hochkonjunkturphase in den 1960er Jah- ren, die zugleich die Zeit der grössten Bevölke- rungs- und Siedlungsexplosion darstellt. Alle diese genannten Umstände machten eine Neubearbei- tung des seit vielen Jahren vergriffenen Bandes notwendig. BERATENDE GREMIEN UND TÄTIGKEIT DER AUTORIN Zur Begleitung und Herausgabe des Buches hat der Historische Verein die Fachkommission «Kunst- denkmäler des Fürstentums Liechtenstein» einge- setzt. Am 18. Januar 2000 fand die konstituierende Sitzung dieser Fachkommission statt. Zu den Mit- gliedern der Kommission gehören in alphabeti- scher Reihenfolge: lic. phil. Patrik Birrer, Hochbau- amt, Denkmal- und Ortsbildschutz, Vaduz; Hans- jörg Frommelt, Flochbauamt, Archäologie, Triesen; lic. phil. Norbert Hasler, Liechtensteinisches Lan- desmuseum, Vaduz/Triesen; Pfarrer Franz Nä- scher, katholisches Pfarramt, Vaduz; Dr. Alois Os- pelt, Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz; lic. phil. Eva Pepic, DoMus, Schaan; Dr. Alphons Rai- mann, Amt für Denkmalpflege und Inventarisation, Frauenfeld; Dr. Uwe Wieczorek, Fürstliche Samm- lung, Vaduz. Dr. Rupert Quaderer, Vorsitzender des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechten- stein, nimmt auf Einladung ebenfalls an den Sit- zungen der Fachkommission teil. Frau lic. phil. Eva Pepic wurde am 18. Januar 2000 zur Vorsitzenden der Kommission gewählt. Herr Dr. Alphons Raimann übernahm im Auftrag der GSK die Aufgaben des Begutachters. Herr Dr. Raimann, selbst Kunsthistoriker und Kenner des Fürstentums Liechtenstein, fungiert damit als di- rekter Ansprechpartner der Autorin in wissen- schaftlicher und arbeitstechnischer Hinsicht. Herr lic. phil. Klaus Biedermann, Geschäftsführer des 335
        

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