HISTORISCHER VEREIN FÜR DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 2000 LUB II/l noch die unbekannte Anzahl der zu edie- renden Urkunden, was die Angabe des voraus- sichtlichen Zeitaufwandes geradezu verunmög- licht. Im Gegensatz zu vergleichbaren Urkunden- buch-Unternehmungen wie etwa das Bündner Ur- kundenbuch oder das Chartularium Sangallense (St. Galler Urkundenbuch), die sich bei ihrer Editi- onsarbeit auf ein weitgehend feststehendes Korpus von Urkunden stützen können, muss für das LUB II der in Frage kommende Urkundenbestand zuerst noch zusammengetragen werden. Hier macht sich die fehlende eigenständige Tradition des LUB lei- der schmerzlich bemerkbar; denn mit Ausnahme des von Georg Malin bearbeiteten 4. Bandes des ersten Teils des LUB wurde die Sammlung und Edi- tion des Liechtenstein betreffenden Quellenbestan- des ins Ausland vergeben, so dass sich das LUB II auf keinen Informations- und Wissensfundus stüt- zen kann, der die jetzige LUB-Arbeit erleichtern und erheblich beschleunigen würde. Liier liegt aber nebenbei bemerkt auch eine bedeutende Chance des LUB II, indem nämlich alle gesammelten Infor- mationen mit Hilfe der heute zur Verfügung stehen- den technischen LIilfsmittel gespeichert, bearbeitet und jederzeit allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden können. Trotzdem, es bleibt die grundsätzliche Problematik zwischen dem An- spruch der LUB Il-Projektleitung beziehungsweise des Geldgebers auf zuverlässige Information hin- sichtlich einer Projektdauer und der oben aufge- zeigten Schwierigkeit des Bearbeiters, diese an sich berechtigte Forderung redlich zu erfüllen. Es stel- len sich hier einerseits Fragen nach einer vertret- baren Änderung des ursprünglichen Konzeptes, andererseits aber auch nach der grundsätzlichen Bedeutung, die einem Liechtensteinischen Urkun- denbuch zugemessen werden soll. 
SONSTIGE TÄTIGKEITEN Die Arbeit an einem Urkundenbuch kann weder als spektakulär bezeichnet werden noch findet sie vor grossem Publikum statt. Der Bearbeiter des LUB II nahm daher die Gelegenheit gerne wahr, dem Vor- stand des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein im Rahmen einer kleinen EDV-Prä- sentation Umfang, Aufbau und Funktionsweise der Quellendatenbank zu erläutern. Die beabsichtigte Aufarbeitung des bis anhin ge- sammelten Quellenmaterials zu einer brauchbaren Regestensammlung konnte abgeschlossen werden, so dass dem interessierten Besucher dieses Arbeits- instrument im Landesarchiv zur Verfügung gestellt werden kann. Schliesslich durfte der Bearbeiter im Rahmen seiner Urkundenbuchtätigkeit manche Arbeiten mit Quellen- und Literaturhinweisen unterstützen. AUSBLICK Im Jahre 2001 werden die Transkriptionsarbeiten des in den liechtensteinischen Archiven liegenden Quellenmaterials einen Schwerpunkt der Tätigkeit bilden. Daneben wird abzuklären sein, auf welche Weise und in welchem Umfang das Urkundenbuch seine gesammelten Quelleninformationen im Inter- net zur Verfügung stellen könnte, beispielsweise in Form einer einfachen Regestensammlung oder aber mittels einer auf vielfältigere Weise nutzba- ren, aber auch mit erheblich mehr Zeitaufwand zu erarbeitenden Datenbank. 333
        

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