Liechtensteiner Namenbuch TÄTIGKEITSBERICHT 2000 Kurz vor Beginn des Berichtsjahres konnten wir am 12. Dezember 1999 nach langjähriger For- schungsarbeit das sechsbändige Werk «Liechten- steiner Namenbuch. Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein» der Öffentlichkeit vor- stellen. Zum grossen Bedauern der Mitarbeiter be- deutete der Abschluss des Ortsnamenbuches zu- gleich auch das Ausscheiden des Initiators und wis- senschaftlichen Projektleiters Professor Dr. Hans Stricker. Die Mitarbeiter des Namenbuches danken ihrem Lehrmeister für das stets ungetrübt koopera- tive Miteinander und das Vertrauen, welches er in die Arbeit seiner Schüler hatte. Unter der Feder- führung von Professor Dr. Hans Stricker ist ein Flurnamenbuch entstanden, das in allen zwischen- zeitlich erschienenen Rezensionen als Pionierar- beit und Vorbild gewürdigt wurde. PERSONELLES Von Januar bis Ende Juni 2000 standen Herbert Hübe zu 100 Prozent und lic. phil. Toni Banzer zu 50 Prozent im Einsatz für das Liechtensteiner Na- menbuch. Herbert Hübe schied danach für sechs Monate aus, so dass Toni Banzer die zweite Jahres- hälfte mit weiterhin 50 Prozent Arbeitspensum al- lein zu bestreiten hatte. Seit dem 1. Januar 2001 gehört Herbert Hübe mit einem reduzierten Pen- sum von 50 Prozent wieder zum Mitarbeiterstab. In den Semesterferien stand uns wie schon im Vor- jahr wiederum der Germanistik-Student Markus Burgmeier zur Verfügung. Er widmete sich bei sei- nen kürzeren Einsätzen vornehmlich den Sipp- schafts- und Übernamen seiner Heimatgemeinde Balzers sowie der Korrektur der Datenbankbestän- de. 
PERSONENNAMENRUCH Nach Abschluss der Flurnamenforschung stand das Jahr 2000 erstmals seit Bestehen des Projekts uneingeschränkt dem Werkteil «Personennamen- buch» zur Verfügung. Schon in den Vorjahren wa- ren hierfür Sammelarbeiten in Angriff genommen und konzeptionelle Überlegungen angestellt wor- den. Mit dem Ausscheiden des Projektleiters ging die Verantwortung für das Personennamenbuch an den dienstältesten Mitarbeiter, lic. phil. Toni Ban- zer, über. Vorerst galt es, sich Klarheit darüber zu verschaffen, inwieweit das von Professor Dr. Hans Stricker entworfene Konzept ohne seine Beteili- gung, das heisst unter anderem ohne jahrzehnte- lange Erfahrung in der Namenforschung und ohne romanistisches Fachwissen, realisierbar ist. Als Re- sultat dieser Überlegungen ergab sich eine leichte Verschiebung des Forschungsinteresses bei den Sippschafts- und Übernamen vom sprachlichen hin zum soziokulturellen Aspekt. ARREITSSTAND Die Materialsammlung für das Personennamen- buch erfolgt in den Bereichen Familiennamen, Vor- namen, Sippschaftsnamen und Übernamen. Wäh- rend die Familien- und Vornamensammlungen nicht wesentlich ausgebaut beziehungsweise bear- beitet wurden, lag die Flaupttätigkeit im ersten Halbjahr 2000 bei der Erfassung und Bearbeitung der Sippschafts- und Übernamen. In den meisten Gemeinden können hier die Aufnahmen als abge- schlossen betrachtet werden, abgesehen von ge- zielten Nacherhebungen, die sich partiell immer wieder als notwendig erweisen. Mit Erstaunen ha- ben wir festgestellt, dass es in Planken keine Sipp- schafts- und Übernamen gibt! Der Grund dafür liegt wohl eindeutig in der Überschaubarkeit des Dorfes. In der zweiten Hälfte des Jahres haben wir bereits begonnen, Überlegungen zur Darstellung der Sippschafts- und Übernamen im späteren Per- sonennamenbuch anzustellen. Es erwies sich als sinnvoll, eine typologische Struktur der beiden Tei- 330
        

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