DIE SAMMELTÄTIGKEIT DES HISTORISCHEN VEREINS UND DES LIECHTENSTEINISCHEN LANDESMUSEUMS / N. W. HASLER chronik für das Jahr 1923: «Baumeister Josef Hihi in Schaan überlässt dem Vereine geschenkweise 3 römische Münzen und 2 Stück Hufeisen, welche beim Strassenneubau zum Tanzplatz in Schaan in einer Tiefe von 2 Meter gefunden wurden. Bruch- stücke eines prähistorischen Topfes (Fundstelle ob Iraggell in Vaduz) wurden ebenfalls der Sammlung einverleibt».17 Immer wieder wird seitens des Vor- standes darauf hingewiesen, «Funde dem Histori- schen Verein zur Kenntnis zu bringen und nicht ins Ausland zu verkaufen».18 Mehr und mehr ist nun auch von «Schenkungen» an den Verein die Rede. So wird beispielsweise für das Jahr 1927 berichtet: «An Schenkungen gingen dem Vereine zu: Von Herrn Rechtsagent David Bühler in Mauren eine gut er- haltene kleine Bleifigur, darstellend Napoleon L, gefunden in Mauren beim Hause Nr. 111 bei einer 11) JBL 9 (1909), S. 136-137. 12) JBL 12 (1912), S. 145. Die behördliche Genehmigung der neuen Vereinssatzungen erfolgte am 14. Oktober 1912 durch die fürstliche Regierung. 13) JBL 15 (1915), S. 133. 14) Der Mitgliederbeitrag wurde an der Jahresversammlung vom 19. September 1920, die in Schaan abgehalten wurde, für das Jahr 1920 auf drei Franken festgelegt. Das Vereinsguthaben wird mit 520.34 Kronen beziehungsweise 42.20 Franken ausgewiesen. Vgl. JBL 20 (1920), S. 87. Der Verein zählte einen Mitgliederstand von rund 170 Personen. 15) JBL 19 (1919), S. 99 f. Weiter heisst es: «Das Vereinsmitglied Stadtarzt Dr. Jos. Batliner in Feldkirch teilte mit, dass er in Feldkirch 2 liechtensteinische Trachtenbilder, welche in den 40er Jahren von Gauermann (vermutlich Friedrich Gauermann, 1807-1862) gemalt worden seien, gesehen habe. Auf Anfrage des Vorsitzenden erbietet er sich gerne, betreffend allfälliger Erwerbung vermitteln zu wol- len». Ein Ankauf kam allerdings nicht zustande. 16) Elisabeth Castellani Zahir: Schloss Vaduz um 1900 - Traum und Realität. Eine Burgenrenaissance zwischen Historismus und Moder- ne. In: Unsere Kunstdenkmäler. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 43. Jahrgang, 1992, Heft 2, S. 207. 17) JBL 23 (1923), S. 181. 18) JBL 26 (1926), S. 136. Der Verein versuchte auch durch Ankauf archäologische Funde für seine Sammlung zu erwerben, vgl. Jahres- rechnung für 1925, Pos. 9: «An Entschädigung für einen Fund (Messer): Franken 10.—»; in: JBL 26 (1926), S. 137. Ebenso findet sich ein Eintrag in der Rechnung für das Jahr 1926: Ausgaben: «5. Entschädigung für 2 Funde (Steinbeil und Dolch) Franken 40.—», vgl. JBL 27 (1927), S. 136. 
Bleifigur, Napoleon Bona- parte. Massstab: 1:1 251
        

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