DER HISTORISCHE VEREIN UND DAS VORARLBERGER LANDESARCHIV / KARL HEINZ BURMEISTER Verwendung der Quellen - sehr nahestehen. Im Jahre 1927 erhielt Leo Jutz (1889 bis 1962)47 von der Österreichischen Akademie der Wissenschaf- ten den Auftrag für sein «Vorarlbergisches Wörter- buch mit Einschluss des Fürstentums Liechten- steins». Auch dieses Werk scheint auf den ersten Blick den Geist der Historischen Kommission zu at- men, zumal diese in Verbindung mit ihren geplan- ten Quelleneditionen von Anfang auch eine sys- tematische Sammlung der Flurnamen (beider Län- der Vorarlberg und Liechtenstein) projektiert hatte. Auch sollten bei allen Veröffentlichungen der Kom- mission «Historiker und Philologen mit ihren Wün- schen in gleicher Weise zum Rechte kommen».48 Leo Jutz hatte sich bereits in seiner Dissertation in grenzüberschreitender Weise mit dem Thema «Die Mundart von Südvorarlberg und Liechtenstein» be- fasst, zu welcher der regierende Fürst eine Druck- beihilfe gewährt hat.49 1934 veröffentlichte er, in- zwischen Professor an der Universität Innsbruck, 37) VGL 1 (1917), S. 35. 38) JBL 25 (1925), S. 128. 39) JBL 26 (1926), S. 137 (Rechnung für das Jahr 1925). 40) Eine Ausnahme bildet die Artikelserie «Vorarlbergs geschichtli- che Beziehungen zu seinen Nachbarn» in: Feierabend 1 (1919), S. 5 ff. 41) Geschichte Vorarlbergs im Jahre 1848/49. Ein Beitrag zur politischen Entwicklung des Landes Vorarlberg im 19. Jahrhundert. Bregenz, 1922. 42) Die Vorarlberger Landstände von ihren Anfängen bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts. Innsbruck, 1929. 43) Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau. Innsbruck, 1930. 44) Das Karolingische Reichsgut in Unterrätien. Innsbruck, 1930. 45) Studien zur Verfassungsgeschichte der Klosterherrschaft St. Gallen. Innsbruck, 1931. 46) Andreas Ulmer: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Dornbirn, 1925, S. 4. 47) Über ihn vgl. Gerhard W. Baur: Mundartwörterbücher im alemannischen Sprachraum. In: Montfort 27 (1975), S. 194-248 (hier besonders S. 229-235). 48) AGL 11 (1915), S. 25. 49) Leo Jutz: Die Mundart von Südvorarlberg und Liechtenstein (Germanische Bibliothek, 1. Reihe, Bd. 15). Heidelberg, 1925, S. VIII. 
Der ebenfalls im Vorarl- berger Landesarchiv tätige Kirchenhistoriker Dr. Andreas Ulmer (1880 bis 1953) ist Verfasser einer weiteren, beide Länder umfassenden Publikation: Seiner Feder entstammt das 1925 erschienene umfangreiche Werk «Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechten- steins». 231
        

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