Lehmann der vertikalen Verbreitung der Kleinsäu- ger, wobei der nun als Professor am Forschungsin- stitut und Museum «Alexander Koenig» in Bonn wirkende Zoologe der hochmontanen Feldmaus vom Sareis und der alpinen Gelbhalsmaus von Si- lum 1967 und 1969 noch je einen Nachtrag widme- te. Nicht vorenthalten werden soll dem Leser dieser Übersicht auch der Hinweis, dass «S. D. der Regie- rende Fürst, Franz Joseph II. ... das mehrfache Durchsuchen der in Frage kommenden Räume des Schlosses nach Fledermäusen» (S. 161) grosszügig gestattete. Die im Jahrbuch Band 62 veröffentlichte Studie des deutschen Zoologen Ernst von Lehmann über die in Liechtenstein vorkommen- den Säugetiere beschreibt auch das Murmeltier, einen charakteristischen Bewohner der Alpenwelt. Das Bild zeigt ein Murmel- tier auf der Vaduzer Alp Pradamee. 
Unter der Ägide von Felix Marxer als Vereins- präsident (seit 1966) setzte der 1969 als Forstinge- nieur und Naturschutz-Experte ins Land gekomme- ne ETH-Absolvent Mario F. Broggi die Berichte über die faunistische Erforschung Liechtensteins mit einer Monographie über 
die «Amphibienfauna von Liechtenstein» fort. Obwohl der Kern der im Jahrbuch 71 erschienenen Arbeit aus einem Arten- katalog besteht, ist bei Broggi nun eine deutliche Ausrichtung auf ökologisch wirksame Schutzmass- nahmen und die Erhaltung beziehungsweise Ver- besserung der naturräumlichen Lebensbedingun- gen bedrohter Arten festzustellen. Im Rückblick kann eine kleine Notiz über das Aussterben der Flussmuscheln in Liechtenstein von Alexander Frick im 50. Band des Jahrbuchs als frühes Signal umweltbewusster Naturbeobachtung gewertet wer- den. Unter massgeblicher Beteiligung von Broggi entstand im europäischen Naturschutzjahr 1970 die Botanisch-Zoologische Gesellschaft Liechten- stein-Sargans-Werdenberg, die seit dieser Zeit auch ihre eigenen Berichte herausgibt,5 und 1973 die Liechtensteinische Gesellschaft für Umwelt- schutz. Eine erste Frucht der von diesen neu ge- gründeten Gesellschaften energisch vorangetriebe- nen Studien bildete Heinrich Seitters umfassende Flora des Fürstentums Liechtenstein von 1977.6 Aufgrund dieser Entwicklungen konnte das Jahr- buch des Historischen Vereins seine Pionierrolle auf diesem Gebiet beenden. Seit dieser Zeit er- scheinen die an Umfang beträchtlich zunehmenden naturkundlichen Arbeiten vor allem in den Berich- ten der Botanisch-Zoologischen Gesellschaft Liech- tenstein-Sargans-Werdenberg und seit dem Anfang der 1980er Jahre auch in der vom Forstamt be- treuten Reihe «Naturkundliche Forschung» bei der Regierung des Fürstentums Liechtenstein.7 Eine Ausnahme bilden die in Band 80 des Jahrbuchs er- schienenen «Pilze am Holz im Fürstentum Liech- tenstein» des Grazer Mykologen Dr. Stefan Plank vom Institut für Umweltwissenschaften und Natur- schutz der Österreichischen Akademie der Wissen- schaften. Es ist dies die letzte Arbeit dieser Art in den Jahrbüchern. 216
        

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