ZUM GEDENKEN AN DIE VERSTORBENEN VORSITZENDEN DES HISTORISCHEN VEREINS / ALOIS OSPELT Kanonikus Johann Baptist Büchel 1853 BIS 1927 VEREINSVORSITZENDER 1922 BIS 1927 KURZER LERENSLAUF Johann Baptist Büchel wurde am 1. Juni 1853 in Balzers-Mäls geboren. Seine Eltern, Johann Baptist und Katharina Büchel, waren Bauers- und Ge- werbsleute und hatten das Gasthaus «Zur Traube» inne. Nach der Volksschule in Balzers absolvierte er die Gymnasialstudien in Feldkirch, Brixen und Schwyz und studierte nach der Matura Theologie am Priesterseminar in Chur. Dort empfing er 1876 die Priesterweihe. Nach einem kurzen Aufenthalt in Freiburg i. Ue. wirkte er von 1876 bis 1884 als Professor und Prä- fekt am Kollegium Maria Hilf in Schwyz. Anschlies- send war er bis zu seinem Tod in Liechtenstein in der Seelsorge und im Schulwesen tätig. Dabei hatte er jeweils über längere Zeiträume leitende Funk- tionen inne. Während zwei Perioden gehörte er dem Landtag an, 1890 bis 1906 als vom Volk gewählter, 1918 bis 1920 als vom Fürsten ernannter Abgeordneter. 1890 bis 1906 war er Landtagsvizepräsident. Nach der Landtagssitzung vom 7. November 1918 und der erzwungenen Abdankung von Landesverweser von Imhof legte er sein Mandat nieder. Büchel gehörte 1901 zusammen mit Dr. Albert Schädler und Landesverweser Karl von In der Maur zu den Gründern des Historischen Vereins, dessen Vorsitz er 1922 bis 1927 inne hatte. Neben zahlreichen historischen Forschungsarbeiten ver- öffentlichte er auch ein historisches Festspiel (1912), Gedichte und Reiseerzählungen.25 1920 trat Büchel wegen Schwerhörigkeit in den Ruhestand. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre auf dem Kirchhügel zu Bendern im ehemaligen Kloster, wo er sich neben etwas Aushilfe in der Seelsorge vor allem der Geschichtsforschung widmete. Johann Baptist Büchel starb am 14. November 1927 im 75. Lebensjahr. Schon zu Lebzeiten stand Büchel in hohem An- sehen. Seine ausserordentlichen Leistungen und Verdienste wurden öffentlich ausgezeichnet. 1966 
Johann Baptist Büchel widmete 1924 dieses per- sönliche Bild dem Fürstli- chen Rat Josef Ospelt, seinem späteren Nachfolger als Vereinsvorsitzender. 25) Vgl. Verzeichnis der Veröffentlichungen, S. 175 f. 171
        

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