1901 BIS 2001: DIE ERSTEN HUNDERT JAHRE DES HISTORISCHEN VEREINS / KtAUS BIEDERMANN Der Initiant und langjähri- ge Projektleiter des Liech- tensteiner Namenbuches, Professor Hans Stricker (links), mit seinen redak- tionellen Mitarbeitern Toni Banzer und Herbert Hübe (rechts) dern, die vom Landtag nur jeweils für ein Jahr gesprochen wurden. Der Historische Verein beauf- tragte deshalb 1991 Professor Hans Stricker, einen «Bericht über Stand und Weiterentwicklung des Liechtensteiner Namenbuches» zu erstellen, um dem Projekt eine gesicherte finanzielle Basis zu verschaffen. Schliesslich konnte die Regierung einen entsprechenden «Bericht und Antrag» dem Landtag vorlegen. In der Folge genehmigte der Landtag 1992 für die Realisierung eines Orts- namenbuches einen fünfjährigen Verpflichtungs- kredit.663 Das Namenbuch betrieb auch Öffentlichkeits- arbeit, so durch die im Laufe des Jahres 1995 erfolgte Publikation von kurzen Beiträgen über ausgewählte Flurnamen in den beiden Tageszei- tungen «Liechtensteiner Vaterland» und «Liechten- steiner Volksblatt». Diese Beiträge konnten im April 1996 in Buchform herausgegeben werden. Diese Broschüre mit dem Titel «Flur und Name» wurde von der Regierung vorfinanziert und von der Geschäftsstelle des Historischen Vereins ver- kauft.664 Parallel zur Erarbeitung des Ortsnamenbuches wurden bereits wesentliche Vorarbeiten für den Werkteil II, die Schaffung eines Personennamen- buches, geleistet. Dies kam schon bei der Durch- sicht von Archivquellen und der Literatur zum Tra- gen, als sowohl Orts- wie auch Personennamen exzerpiert wurden. Der Landtag hiess 1996 auch einen Verpflichtungskredit zur Schaffung eines Personennamenbuches gut. Dabei wurde festge- legt, dass dieses bis 2002 fertiggestellt werden müsse.665 Schliesslich konnte der erste Werkteil mit der Präsentation des sechsbändigen Werks «Die Orts-und 
Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein» im Dezember 1999 abgeschlossen werden. Der Ver- trieb und Versand der Bücher erfolgt über die Ge- schäftsstelle des Historischen Vereins. - Das Werk über die Orts- und Flurnamen Liechtensteins fand in der Fachwelt ein sehr positives Echo.666 Verzögerungen bei der Fertigstellung des sechs- bändigen Ortsnamenbuches hatten zur Folge, dass man mit den Vorarbeiten für den Werkteil II - die Erarbeitung des Personennamenbuches - ebenfalls 656) Protokoll der Vorstandssitzung vom 13. August 1980. 657) Vgl. Hans Stricker, Toni Banzer und Herbert Hübe: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein. Vaduz, 1999. Band 6, S. 99-228: Aus der Werkgeschichte des Namenbuches. Auf diese Werkgeschichte stützen sich die folgenden Ausführungen. 658) Protokoll der Vorstandssitzung vom 5. November 1980. 659) Protokoll der Vorstandssitzung vom 28. Januar 1981. 660) Hans Stricker, Toni Banzer und Herbert Hübe: Die Orts- und Flurnamen des Fürstentums Liechtenstein. Vaduz, 1999. Band 6. S. 99-228: Aus der Werkgeschichte des Namenbuches. Ein Verzeich- nis aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Laufe der Jahre für das Liechtensteiner Namenbuch tätig waren, findet sich hier auf S. 130. 661) Ebenda, S. 136-138: Liste der Gewährsleute in den einzelnen Gemeinden. 662) Vorstandsmitglied Robert Allgäuer kritisierte in der Vorstands- sitzung des Llistorischen Vereins vom 16. Oktober 1991 das fehlende Interesse der zuständigen Gemeindebehörden am Verkauf der Karten und forderte eine Abgabe der einzelnen Karten en bloc, an zentraler Stelle und zu einem günstigen Preis; vgl. Protokoll der entsprechenden Vorstandssitzung. 663) Vgl. Protokoll der Vorstandssitzung vom 3. Juli 1992. 664) JBL 96 (1998), Jahresbericht, S. 322. 665) Protokoll der Landtagssitzung vom 30. Oktober 1996. 666) Eine Sammlung von Rezensionen und schriftlichen Stellung- nahmen zum Werk befindet sich im Archiv des Historischen Vereins. 135
        

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