Der von Egon Rheinberger entworfene Buchumschlag der «Kaiser-Chronik», die von Johann Baptist Büchel 1923 beim Historischen Verein herausgegeben wurde. Das Werk ist eine überarbeitete und erwei- terte Version von Peter Kaisers 1847 veröffentlich- ten «Geschichte des Fürs- tenthums Liechtenstein». 
nische Presse zu versenden. Das Titelbild des Buches schuf Egon Rheinberger. Gedruckt wurde das Buch bei der Dornbirner Verlagsanstalt.622 Den Buchvertrieb für Deutschland und Öster- reich übernahm die Verlagsanstalt in Dornbirn. Sie behielt zu diesem Zweck 50 Exemplare.623 Je 100 Exemplare übernahmen der Landesschulrat und der Landesfürst; für die Verteilung in Liechtenstein sollte je eine Person pro Gemeinde, wenn möglich der Ortsweibel, zuständig sein.624 Das Buch kostete beim Verkauf im Inland sechs Franken, beim Ver- kauf im Ausland neun Franken.625 Für seine Arbeit an der Zweitauflage von Peter Kaisers «Geschichte des Fürstenthums Liechten- stein» erhielt Johann Baptist Büchel ein Honorar in Höhe von 600 Franken. Ebenfalls bekam er zehn Freiexemplare.626 Im Jahr 1930 wurde festgestellt, dass nur noch 36 Exemplare von Büchels Kaiser-Chronik beim Verein in Liechtenstein vorrätig seien.627 Der Fürst sollte deshalb um Überlassung von 100 Stück, die in Wien lagerten, an den Historischen Verein gebe- ten werden.628 In Wien waren jedoch nur noch we- nige Exemplare vorhanden. Angesichts dessen wur- de der Stückpreis für Private auf zehn Franken erhöht.629 Im Jahr 1935 schliesslich bewirkte An- ton Frommelt, dass der restliche Vorrat an Kaiser- Chroniken aus fürstlichem Besitz an den Histori- schen Verein zurückging.630 Der Vereinsvorstand diskutierte 1981 die Frage einer Reprintausgabe.631 Robert Allgäuer infor- mierte dann im November 1985 den Vereins- vorstand, dass die Peter Kaiser-Stiftung den Balz- ner Historiker Arthur Brunhart beauftragt habe, das Buch von Peter Kaiser hinsichtlich der Quellen und der zeitgenössischen Literaturangaben aufzu- arbeiten.632 Die Neuausgabe von Peter Kaisers Werk erschien schliesslich im Jahr 1989 und um- fasste zwei Bände: Band 1 mit dem Text der Chro- nik, Band 2 mit dem Quellenapparat.633 Band 2 hat einen ganz besonderen Wert; nun ist erstmals das wohl wichtigste Buch für die liechtensteinische Ge- schichtsschreibung und -forschung wissenschaft- lich erschlossen und damit als Arbeitsgrundlage zugänglich geworden. 130
        

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