Der Vorarlberger Archivar und Professor Benedikt Bilgeri arbeitete von 1958 bis 1993 für das Liechten- steinische Urkundenbuch; auf Anfang 1998 wurde der aus Graubünden stam- mende Historiker Claudius Gurt vom Historischen Verein als Bearbeiter des Liechtensteinischen Ur- kundenbuches angestellt. 
seine Mitwirkung zu und begann im selben Jahr mit der Arbeit.608 Benedikt Bilgeri setzte 1960 seine Tätigkeit für das Urkundenbuch mit der Be- arbeitung der Vorarlberger Archive fort. Nach sei- nen Forschungen in Vorarlberger Archiven begann Bilgeri 1961 bereits mit der Arbeit in den Inns- brucker Archiven.609 Es folgten bis 1993 Arbeiten in weiteren Archiven, zunächst in Österreich und in Deutschland, später - dazu ergänzend - auch in der Schweiz.610 Die Bearbeitung der Urkunden in liechtenstei- nischen Archiven wurde 1962 an Georg Malin übertragen. In diesem Zusammenhang befürwor- tete der Vereinsvorstand eine Erhöhung des Stun- denlohns für die Urkundenbearbeiter von acht auf zwölf Franken.611 Der von Georg Malin erarbeitete Teil des Urkundenbuches umfasste 1965 rund 500 Seiten. Der Vereinsvorstand beschloss, diesen Teil auf insgesamt fünf Jahrbücher zu verteilen. Bei den Urbaren solle lediglich die kommentarlose Wieder- gabe der Originaltexte erfolgen.612 Wertvolle Arbeit in der Urkundenforschung leistete 1961 auch Otto Seger, indem er aus ver- schiedenen Archiven in Wien und aus dem Landes- regierungsarchiv in Innsbruck bisher unerforsch- tes Material zur liechtensteinischen Geschichts- forschung in Photokopien und Mikrofilmaufnah- men dem Historischen Verein zukommen liess. So fand er in Innsbruck die alte Abschrift eines Schutz- und Schirmbriefes von Kaiser Maximilian vom 2. Mai 1505 und das Original der sogenannten «Schlossöffnung» vom 3. Mai 1505.613 Robert Allgäuer regte 1970 an, in Zukunft die Drucklegung des Urkundenbuches vom Jahrbuch getrennt vorzunehmen, um ein objektiveres Bild von den Kosten des Jahrbuches zu erhalten.614 Erst mit der Neugestaltung des Jahrbuches ab Band 88 (1990) sollte diese Anregung verwirklicht werden. Immerhin hatte der Vereinsvorstand bereits 1974 beschlossen, für das Jahrbuch und für das Urkun- denbuch separate Rechnungen zu erstellen.615 Für die Urkundendarstellung bis 1416 waren insgesamt sechs Bände vorgesehen. Ein Zeitpunkt für den Abschluss dieses sechsbändigen Werks war 1981 noch nicht absehbar. Archivar Alois Ospelt 128
        

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